28.07.2009

Glanz und Niedergang einer Geld-Dynastie

Filialen im In- und Ausland, riskante Jumbo-Kredite und hochspekulative Anlagen - das Firmengeflecht der Medici ähnelte schon vor fast 600 Jahren in manchem einer heutigen Großbank.
Nach Tagen der Folter, den Tod vor Augen, legte der Söldnerführer Giovan Battista, Graf von Montesecco, ein Geständnis ab: Der Erzbischof von Pisa und der florentinische Bankier Francesco de' Pazzi hatten ihn für das Komplott angeworben. Die Macht der Medici in Florenz sollte gebrochen, ihr Anführer "Lorenzo der Prächtige" mitsamt seinem Bruder Giuliano getötet werden. Selbst Papst Sixtus IV. hatte gedrängt: "Ich will, dass Lorenzo die Regierungsgewalt aus den Händen genommen wird, weil er ein Schuft ist und niederträchtig und keinerlei Respekt vor uns hat."
Der Anschlag wurde auf den 26. April 1478 festgelegt: In der Stadt standen Monteseccos Söldner bereit, im Dom zu Florenz stürzten sich während der Heiligen Messe Francesco de' Pazzi und ein Freund, der laut schrie "Hier, du Verräter", auf Giuliano de' Medici und stachen ihn nieder.
Sekunden später fielen zwei Priester mit langen Messern auch über Lorenzo her, der am anderen Ende des weitläufigen Gotteshauses mit Freunden plauderte. Der erste Stoß streifte ihn am Hals. Lorenzo "gelang es, ein oder zwei weitere Hiebe zu parieren, dann hatten Freunde und Anhänger ihm den Rückweg gesichert", heißt es in Augenzeugenberichten. Die Flüchtigen eilten zum nahen Palast der Medici und verbarrikadierten sich.
Das Volk von Florenz griff nicht ein, sondern wartete ab - bis die Attentäter die Nerven verloren und aufgaben.
Schon am Nachmittag begann der blutige Rachefeldzug der Medici: Francesco de' Pazzi endete in einem Fensterkreuz eines Hauses am Strick, sein Bruder im Nebenfenster. Ihre Söldner wurden aus den Fenstern umstehender Häuser auf die Piazza della Signoria geworfen - und dort von einem entfesselten Mob in Stücke gehackt. Andere Leichname wurden, wie ein Florentiner Tagebuchschreiber notierte, an die Flügelfenster des Rathauses gelehnt, "wo sie, nackt und aufrecht, stehenblieben und aussahen wie nach dem Leben gemalte Porträts".
Wieder einmal hatten die Medici, die größten Überlebenskünstler des späten italienischen Mittelalters und der Renaissance, ihre Macht gerettet.
Über drei Jahrhunderte lang beherrschte diese Familie Florenz. Sie machte den kleinen toskanischen Stadtstaat zu einem der damals wichtigsten europäischen Handels- und Kulturzentren - und bereicherte sich dabei schamlos aus den öffentlichen Kassen. Voltaire rühmte sie als "Urheber einer kulturellen Blütezeit". Der Dichter Vittorio Alfieri verdammte sie dagegen als "Meuchelmörder des demokratischen Volksgeistes". Niccolò Machiavelli hat ihre Geschichte aufgeschrieben. Es ist ein Lehrbuch geworden, wie man klug, kaltblütig und skrupellos die Macht erobert und verteidigt.
Überliefert ist, dass die Töchter der Medici mit Königen vermählt wurden, obwohl sie von sprichwörtlicher Hässlichkeit waren. Von den Söhnen der Dynastie wurden die schlichteren Gemüter Kardinäle oder Päpste, die klügeren Bankiers. Schon Lorenzos Großvater Cosimo der Ältere (1389 bis 1464) galt als reichster Mann Europas, seine Bank damals als größtes Geldhaus aller Zeiten. Nicht als Fürsten, Kardinäle oder Kriegsherren wurden die Medici mächtig, sondern als Finanzunternehmer.
Alles, was eine Großbank heute ausmacht, konnte ihr Konzern schon vor fast 600 Jahren anbieten: Filialen in Metropolen des In- und Auslands, bargeldlosen Zahlungsverkehr, Überweisungen bis in entlegene Regionen, hochspekulative Papiere für Zocker. Und geringe Skrupel: Die Medici finanzierten europäische Päpste und Könige - und, wenn es profitabel war, auch deren Kontrahenten in Konstantinopel und Damaskus.
Die Urväter der Sippe sind vermutlich als Ärzte, italienisch: "medici", aus der toskanischen Provinz nach Florenz gekommen. Im 12. und 13. Jahrhundert schieben sie sich aus der bürgerlichen Namenlosigkeit nach oben. Da taucht etwa 1220 ein "Ritter Johann de Medicis" in den Dokumenten auf, dessen Familienname damals noch lateinisch dekliniert wird. 1230 wird ein "Stadtvogt Averardo de Medici" aus Lucca erwähnt. Dessen Enkel, auch der heißt Averardo, eröffnet in Florenz ein Geldwechselgeschäft nebst Pfandleihe und wird dabei wohlhabend. Sein Sohn Giovanni, 1368 geboren, macht daraus ein Wirtschaftsimperium.
Besonders angesehen ist die Sippe der Medici deshalb nicht. Sie sei "als chronisch unzuverlässig abgestempelt" und "ihres unfriedfertigen Sozialverhaltens wegen breiteren Kreisen, speziell den unteren Schichten, suspekt" gewesen, schreibt der Geschichtsprofessor Volker Reinhardt.
Daran ändern auch noble Eheschließungen nichts. Giovanni verheiratet seinen ältesten Sohn Cosimo mit Contessina de Bardi di Vernio, Tochter einer alten, aber im Bankenkrach von 1346 verarmten Bankiersfamilie. Die noble Dame feilscht bei jedem Bäcker und jedem Metzger unnachgiebig um Rabatte - auch als ihr Gatte längst der reichste Mann Europas geworden ist.
Fleißig, geschickt und erfolgreich baut erst Giovanni und dann Sohn Cosimo die Bank aus. Sie kreditieren Händler und Kriegsherren in Italien, Ungarn, Deutschland, Frankreich. Ihr Hauptgeschäft aber machen sie mit der Kurie in Rom. Da geht es in jenen Zeiten drunter und drüber, neben Päpsten gibt es Gegenpäpste, einmal sogar drei Heilige Väter gleichzeitig. Den Medici ist jeder recht, aber manche sind ihnen besonders lieb. Als Baldassare Cossa 1410 Papst Johannes XXIII. wird (die Amtskirche führt ihn später als Gegenpapst, so dass es im 20. Jahrhundert noch einen Johannes XXIII. geben konnte), kommt ein alter Freund des Hauses Medici an die Spitze des Kirchenstaates. Nun avanciert die Familie zu den ersten Bankiers des Vatikans. Kein lukratives Geschäft läuft mehr an ihr vorbei.
Auch als Johannes 1415 abgesetzt wird, ändert sich daran nichts. Es folgen Benedikt XIII. und Martin V. Vor allem Martin braucht mehr Geld für seinen Lebensstil, als die Steuerzahler des Kirchenstaates und die spendenfreudigen Rom-Pilger aufbringen können. Andere Kirchenobere haben dagegen viel zu viel Geld, wollen es investieren. Giovanni und Cosimo finanzieren mit den Anlagen der einen die Kredite der anderen und verdienen dabei üppig.
Ob an den wichtigen Handelsplätzen oder dort, wo die christliche Geistlichkeit sich zum Konzil versammelt - die Medici sind mit ihren Zweigstellen vor Ort. Solche Bankfilialen kommen in jenen Zeiten mit wenig Personal aus. Die Basler beispielsweise wird von einem leitenden Angestellten geführt, dem "Faktor". Einige junge Leute, "giovani", sind für den Transport von Wertsachen, für Sekretariats- und Buchhaltungsarbeiten zuständig. Dazu gibt es natürlich einen Diener und einen Koch. Jede Filiale schickt regelmäßig Bilanzen nach Florenz, in denen der Verantwortliche für jedes Geschäft vermerkt ist - wenn es schiefläuft, wird er zur Rechenschaft gezogen.
Außerdem schreiben die Filialleiter den Medici sogenannte "lettere private", vertrauliche Mitteilungen über private, wirtschaftliche und politische Vorgänge. So ist die Konzernzentrale in Florenz immer gut darüber informiert, was Europas Mächtige umtreibt. Die heiklen Stellen dieser oft hochbrisanten Informationen werden mit einem Namenscode verschlüsselt: "Gioioso" habe mit "78" gebrochen, heißt es da beispielsweise.
Zinsen durfte eine Bank offiziell nicht nehmen, weil die Kirche den "Zinswucher" grundsätzlich verboten hatte. Großanleger wurden deshalb mit einem bestimmten Prozentsatz am Gewinn der mit ihrem Geld getätigten Investition beteiligt. Bei Anlagen, die ohne Risiko wachsen sollten, wurden die Zinsen in der Buchhaltung versteckt: Anlagebeträge und Darlehen wurden einfach entsprechend erhöht eingetragen.
Auch spekuliert wurde schon kräftig. Etwa mit einem "lettera di cambio", einem Wechselbrief, der eigentlich ein Warengeschäft absicherte oder wie ein Reisescheck benutzt wurde. So kaufte zum Beispiel am 21. August 1436 ein gewisser Giovanni Amelonch in Basel eine "lettera" für 100 florentinische Goldmünzen und löste sie am 20. September in Venedig in die dort umlaufende Währung ein. Auf den dabei aktuell geltenden Wechselkurs konnte man natürlich auch spekulieren, ohne zu verreisen.
Dumm für die Bankiers dieser Zeit war, wenn ein Papst oder ein Fürst aus dem Amt gejagt wurde - meist ging dann der ausstehende Kredit verloren. So hüteten sich kluge Bankiers, einzelnen Kunden allzu große Darlehen zu geben. Und die meisten Geldhäuser waren zur Absicherung noch anderweitig aktiv. So produzierten die Medici auch Stoffe und verkauften Farben und Gewürze.
Zugleich mischten sie immer stärker in der Politik mit. Während die bis dahin vorherrschenden, meist adligen Familien versuchten, nachwachsende Konkurrenz mit willkürlicher Besteuerung klein zu halten, sahen Kleinbürger und Handwerker die neuen Großkaufleute, die nicht zur regierenden Oligarchie gehörten, als Verbündete an. Als Giovanni de' Medici 1429 starb, ging "nicht nur der größte 'Wechselherr' Italiens, einer der reichsten Kaufleute von Florenz ins Grab", so der Leipziger Wirtschaftshistoriker Otto Meltzing, "sondern auch der anerkannte Führer einer politischen Partei, mit der der Name Medici von nun an eng verknüpft war".
Etwa alle fünf Jahre durfte rund ein Fünftel der volljährigen männlichen Florentiner, nämlich vor allem die vergleichsweise Wohlhabenden, diejenigen benennen, die zur politischen Klasse gehören sollten. Aus ihr etablierte sich dann die Stadtregierung "Signoria". Am 5. September 1433 wollten die Medici-Gegner, angeführt von Rinaldo degli Albizzi, für die diese "Wahlen" zur Signoria gut gelaufen waren, dem Aufstieg der Medici ein Ende setzen. Während einer Beratung der Bürgerschaft im heutigen Palazzo Vecchio ließ Albizzi Cosimo de' Medici verhaften. Der schrieb in sein Tagebuch: "Nach einiger Zeit (im Stadtpalast) wurde ich von der Signoria aufgefordert, mich ins obere Stockwerk zu begeben, wo ich vom Hauptmann der städtischen Wache in eine 'Barberia' genannte Gefängniszelle eingeschlossen wurde." Durch "Volksbeschluss" wurde er zunächst auf fünf Jahre, später auf zehn Jahre nach Padua verbannt. Gnädig gewährte man ihm bald die Bitte, die Verbannung in Venedig zu verbüßen.
Cosimo notierte: "Die Gegner wollten uns in den Bankrott treiben, doch ihr Plan scheiterte. Auswärtige Kaufleute und Herrscher boten uns eine große Geldsumme."
In Florenz dagegen wurde das Geld knapp. Viele kleine Händler, die von ihren Geschäftsbeziehungen zu den Medici gelebt hatten, verloren ihre Einnahmequelle. Handwerker, die in den Tuch- und Seidenmanufakturen der Medici gearbeitet hatten, fanden keine Arbeit mehr. Die Stimmung der Bevölkerung sank, das Ansehen der Medici-Gegner fiel auf null - nach einem Jahr, am 6. Oktober 1434, kehrte Cosimo wieder nach Florenz zurück. Rinaldo degli Albizzi wurde ins Exil geschickt, und Cosimo übernahm wieder die Macht in seiner Vaterstadt. "Nun war die Kommune zum Exklusivbesitz einer Interessengruppe geworden", analysiert der Historiker Reinhardt. Und Cosimo wurde "der Pate von Florenz".
Dem verbreiteten Eindruck, die Republik verkomme zur Tyrannei, trat er mit massiver Propaganda entgegen. In den Kunstwerken, die Cosimo in Auftrag gab, wurde er bis ins Abstruse verherrlicht: so etwa als einer der Heiligen Drei Könige im Konvent von S. Marco, als Retter vor der Sintflut im Kreuzgang von S. Maria Novella. Andere große Familien eiferten den Medici nach. In Florenz wurde in Paläste, Statuen, Fresken investiert wie nirgendwo sonst. In der Stadt, die 1434 mit etwa 40 000 Einwohnern zu den großen urbanen Zentren Europas zählte, arbeiteten Donatello, Leonardo da Vinci, der junge Michelangelo und viele weitere Spitzenkünstler jener Zeit.
Wann immer Krieg drohte - und der drohte damals häufig -, schoss Cosimo der Staatskasse Geld zur Bezahlung der Söldner zu. Das linderte die Steuerlast der Mittel- und Oberschichten und stellte diese ruhig. Großzügig vergab Cosimo Darlehen, oft zinslos, und machte damit viele einflussreiche Bürger von sich abhängig. Machiavelli erkannte: "Hinter dem Rücken des Staates gewinnt man Bekanntheit und Beliebtheit, indem man dem einen oder anderen Bürger Gunst erweist, ihn gegen die Behörden schützt, ihm Geld gibt oder zu Ämtern verhilft, die er nicht verdient hat."
Familien, die gegen ihn waren oder ihm wegen ihres Vermögens gefährlich werden konnten, ließ der Medici-Patriarch dagegen mit einer "Progressivsteuer" ausbluten. "Es ist ganz unglaublich, wie viel von einzelnen Familien erhoben wurde", staunte der Wirtschaftshistoriker Meltzing, Familien, "von denen einige gänzlich verarmten und im Elend verkamen, während andere, besonders handelstreibende Geschlechter, es vorzogen, Florenz zu verlassen".
1464 starb Cosimo. Sein einziger überlebender Sohn Piero führte die Geschäfte weiter - meistens vom Bett aus. Denn er erbte vom Vater nicht nur das Vermögen, sondern auch die Gicht. Er konnte kaum laufen und stehen. "Piero der Gichtige" hieß er in der Stadt. Nach dem gewaltigen, oft auch riskanten Aufstieg des Vaters setzte er auf Stabilität. Das Haus Medici wünsche, schrieb er etwa 1469 an seinen Agenten in Brügge, "das Geschäft zu betreiben, um sein Vermögen, seinen Kredit und seine Ehre zu erhalten, nicht aber, um auf riskante Weise sich zu bereichern". Aber da war es schon zu spät.
Nach fünf Jahren an der Spitze des Medici-Clans starb Piero. Eine Vermögensaufstellung aus jener Zeit zeigt, dass sich die Besitztümer der Medici in den knapp 30 Jahren unter Cosimo und Piero verdoppelt hatten. Ihnen gehörte ein Imperium aus Handelsfirmen, Landbesitz, Häusern, unzähligen Pretiosen und viel, viel Geld. Doch der Höhepunkt ihres ökonomischen Erfolgs war nun überschritten.
Dabei war das Unternehmen nach wie vor eine kommerzielle Großmacht. Es wickelte die Finanzgeschäfte vieler Herrscherhäuser ab und fungierte als erstes Bankhaus der Christenheit. Als Cosimos Enkel Lorenzo (1449 bis 1492), genannt "Il magnifico" ("Der Prächtige"), 1471 nach Rom reiste, um dem neuen Papst Sixtus IV. zu huldigen, überschüttete der ihn mit Geschenken und machte ihn zum apostolischen Schatzmeister.
Aber die Koexistenz hielt nicht lange. Sixtus bemühte sich, seinen zahlreichen Verwandten lukrative Jobs zu verschaffen und seinen Kirchenstaat auszudehnen. Der Florentiner Lorenzo wollte dagegen die Macht der Kurie eingrenzen. Das Klima kühlte ab. Der Papst sperrte sich gegen den Versuch Lorenzos, seinem Sohn Giovanni die Kardinalswürde zu verschaffen. Im Gegenzug versuchte Lorenzo zu verhindern, dass Sixtus IV. einem seiner Verwandten die Herrschaft von Imola verschaffte. Daraufhin entzog der Papst den Medici die vatikanischen Finanzgeschäfte - und, als das alles nichts half, schickte er 1478 Attentäter nach Florenz, zumindest ermunterte er sie nach Kräften.
Der Rachefeldzug der Medici endete für beide Seiten böse: Nach zwei Jahren Krieg war die Dynastie ärmer und der Papst nahezu pleite. Man raufte sich wieder zusammen, und 1483 bekam Lorenzo gegen Bargeld Anteile am Viehzoll- und Salzsteueraufkommen im Kirchenstaat.
Noch ehe der Sixtus-Nachfolger Innocenz VIII. den Kirchenthron bestieg, war auch er bei den Medici hoch verschuldet: Die standesgemäße Beerdigung seines Vorgängers hatte die Kirche nur auf Pump in Szene setzen können. Auch Innocenz war ständig in Geldnot und borgte Unsummen bei den Medici. Er verscherbelte kircheneigene Juwelen und Schmuck, dennoch blieb seine finanzielle Situation bedrohlich.
Angesichts der gewaltigen Summen, mit denen das Bankhaus jonglierte, war der Medici-Konzern ständig existentiell bedroht. So etwa 1483 nach dem Tod des französischen Königs Ludwig XI.: Die Florentiner Geldherren blieben nicht nur auf ungedeckten Krediten sitzen. Zahlreiche Hofbeamte forderten plötzlich ihre Einlagen zurück und entzogen der Bank Summen, die diese gar nicht hatte. Lorenzo setzte die Erbschaften seiner minderjährigen Verwandten ein und verkaufte seinen Mailänder Palast, um an Bargeld zu kommen. Und er griff immer tiefer in die Staatskasse.
Nach Lorenzos Ableben im Jahr 1492 hatten die Medici als kommerzielle Großmacht, "als erstes Handelshaus der Christenheit", so der Historiker Meltzing, "ausgespielt für immer". Noch gut 200 Jahre lang dominierten sie wenigstens die Stadt Florenz. Zweimal noch schafften es Söhne der Familie sogar auf den Papst-Thron - der eine 1513 als Leo X., der andere 1523 als Clemens VII.
Aber als das Geschlecht der Medici im Jahr 1737 schließlich ausstarb, war sein alter Glanz längst Geschichte.
Von HANS-JÜRGEN SCHLAMP

SPIEGEL GESCHICHTE 4/2009
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