29.03.2011

BUCHEMPFEHLUNGEN

Burg Hohenzollern bei Hechingen
Die Stammburg der Hohenzollern, 1267 erstmals urkundlich erwähnt, zweimal wiederaufgebaut, erhielt ihre jetzige Form unter König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Errichtet im Stil einer mittelalterlichen Ritterburg, zeigt sie das Repräsentationsmuster des Herrscherhauses. Seit Jahrzehnten Museum, lädt die Burg ab 22. Mai zur Ausstellung "950 Jahre Haus Hohenzollern".
Schloss Charlottenburg in Berlin
Die größte Hohenzollernresidenz in der deutschen Hauptstadt zeugt von höfischer Kulturgeschichte seit der Barockzeit. König Friedrich I. machte das 1699 errichtete Schloss zu seiner Residenz und ließ den Lustgarten im Stil des Barock anlegen. In den prachtvollen Sälen lässt sich die größte Sammlung französischer Malerei des 18. Jahrhunderts außerhalb Frankreichs bewundern. Seit kurzem werden in einer Dauerausstellung "Kronschatz und Silberkammer der Hohenzollern" gezeigt (siehe Seite 134).
Schloss Sigmaringen in Sigmaringen
Die im 11. Jahrhundert errichtete Burg wurde im 19. Jahrhundert als Residenzschloss zu einem Treffpunkt des europäischen Hochadels ausgebaut. Das Museum beherbergt Kunstschätze aus neun Jahrhunderten, eine der größten privaten Waffensammlungen Europas und eine der größten Privatbibliotheken Baden-Württembergs.
Jagdschloss Grunewald in Berlin
Erbaut 1542 als Jagdresidenz des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II., diente das Gebäude am Südostufer des Grunewaldsees auch als Wohnsitz von dessen Mätresse. Anfang des 18. Jahrhunderts umgebaut, wurde die Residenz ab 1861 vom preußischen König Wilhelm I. als Ausgangspunkt von Parforcejagden genutzt. Das Haus zeigt eine ständige Gemäldeausstellung unter anderem mit Bildern von Lucas Cranach d. Ä. Im Januar 1891 wurde das Renaissanceschloss Schauplatz sinnlicher Jagdleidenschaften. Damals feierten Damen und Herren der adligen Hofgesellschaft eine Orgie, die zu einem Sexskandal führte (siehe Seite 108).
Schloss Rheinsberg bei Berlin
Dank Theodor Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" und Kurt Tucholskys Erzählung "Rheinsberg" gelangte das Schloss am Ufer des Grienericksees zu literarischer Berühmtheit. Hier verbrachte der spätere König Friedrich II. glückliche Jahre als Kronprinz. Das unter anderem von Georg von Knobelsdorff umgebaute Rokokoschloss gilt als Beispiel für den friderizianischen Stil.
Schloss Sanssouci in Potsdam
Errichtet nach Skizzen von Friedrich II., beeindruckt das Wohnschloss des Preußenkönigs durch Schönheit ohne Pomp. Zu besichtigen sind unter anderem das Konzertzimmer, in dem der König musizierte, sein Arbeitskabinett und das Sterbezimmer. Im Schlosspark, in dem Friedrich gern mit seinen Hunden spazieren ging, liegt der König seit der Umbettung 1991 seinem Wunsch entsprechend neben einigen seiner Lieblingstiere begraben.

POMP, PRACHT UND PRETIOSEN

Domizile einer Dynastie

SPIEGEL GESCHICHTE 2/2011
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