31.05.2011

Die Wurzel allen Übels

Die Briten brachten im 19. Jahrhundert weite Teile des Nahen Ostens unter ihre Kontrolle. Im Ersten Weltkrieg versprachen sie dem Emir von Mekka einen unabhängigen Staat, betrieben aber ein doppeltes Spiel.
Baumwolle war ein Exportschlager, weite Teile Ägyptens verwandelten sich in eine riesige Plantage. Eine Handelsblockade während des Bürgerkriegs in den USA von 1861 bis 1865 hatte in den Südstaaten die Ausfuhr des Malvengewächses fast zum Erliegen gebracht - die große Chance für Ägypten, den Weltmarkt mit den begehrten Samenfasern zu versorgen. Die Knappheit des Rohstoffs trieb die Preise in die Höhe. Vor allem die Textilmanufakturen in England kauften ägyptische Baumwolle.
Das Land blühte auf. Ägyptens Herrscher, Khediven genannt, nutzten die Einnahmen, um die heimische Infrastruktur zu verbessern. Sie ließen Schulen, Eisenbahnen, Straßen und Bewässerungsanlagen bauen.
Zwar unterstand Ägypten seit 1517 dem osmanischen Sultan von Konstantinopel. Aber der 1805 als Statthalter der Hohen Pforte eingesetzte Vizekönig Mohammed Ali, ein osmanischer Offizier albanischer Herkunft, hatte sich weitgehende Selbständigkeit erstritten - und das Recht, die Herrschaft auf seine Nachkommen zu vererben.
Sein Enkel Ismail, der Ägypten von 1863 bis 1879 regierte, beging den Fehler, sich für Modernisierungsmaßnahmen enorm zu verschulden. Zur Finanzierung nahm er großzügig Kredite zu ungewöhnlich schlechten Bedingungen auf - bis zu 25 Prozent Zinsen wurden fällig, und das bei einem Abschlag von insgesamt über 20 Millionen Pfund Sterling auf den Nominalwert von 68 Millionen. Mit den Profiten aus dem Baumwollexport, glaubte Ismail, würden sich die Schulden bestimmt leicht tilgen lassen.
Überdies investierte die ägyptische Regierung zwölf Millionen Pfund in den Suezkanal, obwohl Ägypten von dem Prestigeprojekt wirtschaftlich gar keinen Nutzen hatte. Als nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs der Erlös aus den Baumwollausfuhren dramatisch einbrach, musste Ägypten 1875 seine Suezkanal-Aktien für vier Millionen Pfund an die Londoner Regierung verkaufen.
Der britische Premierminister Benjamin Disraeli ahnte da noch gar nicht, welcher Coup ihm damit gelungen war. Der Wert der Aktien verzehnfachte sich auf 40 Millionen, und mit einem Schlag hatte Großbritannien neben dem bis dahin viel einflussreicheren Frankreich in der ägyptischen Politik ein entscheidendes Wort mitzureden.
Im Jahr darauf war das Land am Nil pleite. Die Gläubiger erzwangen die Einsetzung einer internationalen Schuldenverwaltung. In der Regierung, die 1878 in Kairo gebildet wurde, erhielt ein Engländer das Finanzressort, ein Franzose wurde Minister für Öffentliche Arbeiten.
So führte, wie der Konstanzer Historiker Jürgen Osterhammel resümiert, "eine Mischung aus europäischem Raubrittertum und nichteuropäischer Sorglosigkeit und Verschwendung" in Ägypten zu einem finanziellen Desaster - wie in vielen anderen abhängigen Ländern jener Zeit.
Die demütigende Fremdbestimmung löste im Herbst 1881 in Ägypten eine nationalistische Bewegung aus. Ihr Wortführer war der Oberst Ahmed Urabi, der die Parole ausgab: "Ägypten den Ägyptern!"
Offiziere, Landbesitzer, Kaufleute, Intellektuelle und religiöse Führer schlossen trotz aller internen Differenzen ein Bündnis und verlangten vom Khediven - seit 1879 regierte Ismails Sohn Taufik - eine Verfassung, um ihre Rechte zu schützen.
Unter dem Druck der Reformer gab Taufik nach. Er berief eine Deputiertenkammer ein, die im Januar 1882 einen Verfassungsentwurf vorlegte. Und er ernannte eine neue Regierung, in der Oberst Urabi Kriegsminister und deren führender Kopf wurde.
Als der Khedive im Mai 1882 Urabi auf Drängen der Briten und Franzosen entließ, weil dieser angeblich eine Verstaatlichung des von ihnen kontrollierten Suezkanals plante, riss der abgesetzte Minister in einer Militärrevolte die Macht an sich. Taufik bat die Briten um Hilfe, und die kamen gern - nicht, um ihm zu helfen, sondern aus eigenen Interessen.
"Den Vorwand für ein Eingreifen der Briten lieferte die Behauptung, die Regierung rebelliere gegen die legitime Autorität, und die Ordnung im Lande sei zusammengebrochen", analysierte der libanesisch-englische Historiker Albert Hourani. Der wahre Grund sei jedoch "der Drang nach Macht" gewesen, "den Staaten in einer Zeit der Expansion entwickeln und den die Sprecher der europäischen Finanzinteressen noch verstärkten".
Kriegsschiffe zogen vor Alexandria auf. Am 11. Juli 1882 gab Admiral Sir Frederick Beauchamp Seymour das Zeichen zum Angriff. Aus allen Rohren feuerten die Panzerfregatten und Kanonenboote auf die Befestigungsanlagen am Hafen und auf die Stadt. Als nach zwei Tagen das Bombardement eingestellt wurde, lag Alexandria in Trümmern und wurde von britischen Soldaten besetzt.
Auch vom Osten Ägyptens her näherten sich britische Truppen, die im September 1882 in Suez landeten. Nach einem nächtlichen Marsch durch die Wüste besiegten sie die ägyptische Armee in der Schlacht bei Tell al-Kebir. Ahmed Urabi geriet in Gefangenschaft und wurde nach Ceylon verbannt. Erst knapp 20 Jahre später, 1901, durfte er zurückkehren.
Der Traum von der nationalen Freiheit eines arabischen Landes hatte nur ein knappes Jahr gewährt. Nun begannen sieben Jahrzehnte britischer Vorherrschaft in Ägypten. Sie dauerte bis ins Jahr 1952, als ein weiterer Offiziersaufstand mit Gamal Abd al-Nasser den letzten Vertreter der von Mohammed Ali begründeten Dynastie, den korrupten König Faruk, samt der britischen Schattenherrschaft hinwegfegte.
Der deutsche Orient-Reisende Victor Ottmann, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwei Jahre lang in Ägypten aufhielt, erkannte schon 1908 das Wesen der britischen Kolonialisten: 1882 sei England mit dem Versprechen gekommen, "das Land zu verlassen, sobald die Ordnung wieder hergestellt wäre. Die Ordnung ist längst wieder hergestellt, aber England bleibt. Denn es besitzt eine ganz hervorragende Kraft der Beharrlichkeit - eine schöpferische Kraft, der es sein Weltreich verdankt."
Obschon Ägypten nominell ein Bestandteil des Osmanischen Reiches blieb, regierte in Wahrheit ein britischer Generalkonsul. Evelyn Baring, später zum Earl of Cromer erhoben, übte das Amt bis 1907 aus. Formell blieb Cromer stets Berater der Regierung. Tatsächlich wandelte sich der Khedivenstaat unter seiner Führung zu einem britischen Protektorat.
Die Briten dehnten ihre Herrschaft sogar noch nach Süden in den Sudan aus. Dort hatte sich Mohammed Ahmed Bin al-Sajjid zum "Mahdi", einer Art muslimischem Messias, erklärt und den Heiligen Krieg gegen die osmanisch-ägyptische Herrschaft und deren britische Protektoren ausgerufen. Er eroberte 1885 die Hauptstadt Khartum und führte seine Glaubenskrieger zum Sieg über die Kolonialtruppen - die erste erfolgreiche afrikanische Rebellion. Erst 14 Jahre später konnte Londons Empire-Stratege Herbert Kitchener an der Spitze einer technisch überlegenen Armee die Nachfolger des kriegerischen Mystikers unterwerfen. Der Sudan blieb bis 1956 faktisch eine britische Kolonie.
Wie am Nil nisteten sich die Briten im Laufe des 19. Jahrhunderts auch rund um die Arabische Halbinsel ein. 1839 nahm die East India Company Aden in Besitz, einen wichtigen Stützpunkt am Eingang des Roten Meeres, der nach der Eröffnung des Suezkanals 1869 erst recht an Bedeutung gewann. An der "Piratenküste" am Persischen Golf brachten die Briten 1853 durch einen "Ständigen Seefrieden" die dortigen Scheichtümer, die seit 1971 die Vereinigten Arabischen Emirate bilden, unter ihr Protektorat. Mit Bahrain und Oman, von wo aus die Straße von Hormus, der schmale Ausgang des Golfs, gut zu kontrollieren war, schloss England ebenfalls "Schutzverträge".
Die Briten nutzten die Schwäche des Osmanischen Reiches aus. Formal reichte das Imperium zwar immer noch von der Adria bis zum Persischen Golf und vom Kaukasus bis zum Golf von Aden. Aber vor allem an der Peripherie verfiel die Autorität des Sultans unaufhaltsam.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs stand der Großteil der arabischen Provinzen des Osmanischen Reiches unter dem Einfluss der Briten oder Franzosen. Die Osmanen hofften, sie abschütteln zu können, indem sie auf Seiten Deutschlands und Österreich-Ungarns in den Krieg eintraten und den Dschihad gegen die Kolonialmächte ausriefen.
Der Sultan von Konstantinopel war zugleich Kalif und damit Oberhaupt der Muslime. Die Briten befürchteten, dass die muslimischen Araber ihre türkischen Glaubensbrüder unterstützen würden. Deshalb schrieb der inzwischen zum Lord geadelte und zum Kriegsminister avancierte Herbert Kitchener an Hussein Bin Ali, den Emir der heiligen Stadt Mekka, und stellte ihm in Aussicht, nach dem Ende des Krieges ein eigenes arabisches Kalifat zu errichten. Hussein versprach stillzuhalten.
Denn die Beziehungen zwischen Osmanen und Arabern waren gespannt, seit hohe Offiziere und Beamte, die sich "Komitee für Einheit und Fortschritt" oder "Jungtürken" nannten, 1908 in Konstantinopel die Macht ergriffen hatten. Sie wollten das Reich modernisieren, aber auch durch stärkere Zentralisierung stabilisieren. Überall im Reich, auch in den arabischen Regionen, besetzten sie entscheidende Positionen mit Türken. Dagegen lehnte sich eine nationalistische arabische Autonomiebewegung auf, die von den Europäern bereitwillig unterstützt wurde.
Tatsächlich "strömten die Araber im Namen des arabischen Nationalismus massenweise ins Lager der Alliierten, um sich gegen die muslimische Großmacht der damaligen Zeit zu verbünden", beschreibt der französische Politologe und Islam-Experte Olivier Roy die Fronten.
Zu ihrer Überraschung erhielt die britische Residentur in Kairo im Sommer 1915 einen Brief von Emir Hussein, dem Scherifen von Mekka, in dem er forderte, fast der gesamte asiatische Teil Arabiens solle ein Königreich unter seiner Führung werden. Was Hussein nicht verriet: Er hatte inzwischen erfahren, dass ihn die Hohe Pforte absetzen wollte.
Henry McMahon, der britische Hochkommissar in Ägypten, antwortete schließlich, dass Großbritannien bereit sei, "die Unabhängigkeit der Araber in den Gebieten anzuerkennen, deren Grenzen der Scherif vorgeschlagen hat". Der haschemitische Emir verließ sich auf die vage Zusage und rief seine Stämme zum Aufstand gegen die Türken auf.
Als Verbindungsoffizier zu Hussein wurde der 28-jährige Archäologe und Historiker Thomas Edward Lawrence ernannt, der im "Arabischen Büro" der Briten in Kairo, einer Abteilung des britischen Geheimdienstes, arbeitete. Der Arabisch sprechende Waliser, der sein Studium in Oxford mit einer Arbeit über den "Einfluss der Kreuzzüge auf die mittelalterliche Militärarchitektur Europas" abgeschlossen hatte, war danach an Ausgrabungen in der Hethitermetropole Karkemisch am Euphrat beteiligt gewesen. Weil in der Nähe deutsche Unternehmen im Verbund mit den Osmanen an der Strecke der "Bagdadbahn" von Konstantinopel über Konya nach Bagdad bauten, kam das Gerücht auf, Lawrence habe deutsche Ingenieurleistungen ausspioniert.
Im Juni 1916 sollte die große arabische Revolte gegen die Osmanen beginnen. Sie werde, hatte Lawrence im Januar in einem Geheimdienstpapier geschrieben, "uns von Nutzen sein, weil sie unserem unmittelbaren Ziele dient, den islamischen ,Block' aufzulösen und das Osmanische Reich zu besiegen".
Als es dann so weit war, gab Lawrence eine realistische Einschätzung über Husseins Truppen ab. In offener Feldschlacht, notierte er in einem Bericht, könne "eine einzige türkische Kompanie die Armeen des Scherifen besiegen". Die Stärke der Beduinen liege im Guerillakrieg, und es sei wohl "unmöglich, aus ihnen eine organisierte Streitmacht zu formen".
Im Herbst 1916 reiste Lawrence zu Hussein und bestimmte dessen Sohn Faisal zum Anführer der arabischen Kämpfer. Sie verlegten sich, wie von Lawrence empfohlen, auf Anschläge aus dem Hinterhalt und auf Sabotageaktionen. Sie sprengten etwa Gleise und Brücken der Hedschasbahn, die als Erweiterung der Bagdadbahn über Damaskus und Amman nach Medina gebaut worden war.
Mit List überrumpelten sie ihre Gegner. So stürmten 2000 arabische Kamelreiter nach wildem Ritt durch die Wüste am 6. Juli 1917 Akaba, den letzten Seestützpunkt des Osmanischen Reiches am Roten Meer - die türkischen Verteidiger konnten die fest aufs Meer gerichteten Geschütze nicht gegen die Angreifer schwenken.
Nach und nach wurden die Türken von den Alliierten und ihren arabischen Verbündeten an allen Fronten zurückgedrängt. Die Heldentaten, deren sich Lawrence dabei rühmte, entsprangen freilich, wie neuere Forschungen belegen, wohl eher seiner Phantasie. Seinen Mythos als "Lawrence von Arabien" förderte er nach dem Krieg auch selbst durch sein autobiografisches Buch "Die sieben Säulen der Weisheit"; wirkungsvoll unterstützt wurde er von dem amerikanischen Journalisten Lowell Thomas, der mit einer heroisierenden Show durch England und die USA tourte, bei der er Filme und Dias zeigte.
Noch bevor das Beduinenheer des Emirs von Mekka in die Kämpfe eingriff, hatten Briten und Franzosen insgeheim bereits ihre osmanische Beute untereinander aufgeteilt. Statt arabischer Selbstbestimmung planten sie eine koloniale Neuordnung. Ihre Unterhändler, die Diplomaten Mark Sykes und François Georges-Picot, einigten sich nach langwierigen Verhandlungen über die Aufteilung der Interessensphären beider Länder.
Sie pokerten vor allem auch um den Zugang zu den schon entdeckten oder vermuteten Erdölvorkommen. Je mehr sich zeigte, dass die moderne Kriegführung auf den Einsatz von Motoren angewiesen war, desto klarer wurde die künftige Bedeutung des Erdöls.
Im vertraulichen Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 wurde Frankreich ein Gebiet zugesichert, das die heutigen Staaten Syrien und Libanon sowie den Norden des Irak und einen Teil Anatoliens umfasste.
England wurden der restliche Irak sowie Jordanien und der bereits vor dem Krieg dominierte Golfküstenbereich der arabischen Halbinsel zugesprochen. Italien und Russland ratifizierten anschließend die Vereinbarung, durch die auch ihnen einige türkische Gebiete zufielen.
Das Abkommen, das bis heute im Nahen Osten als die Wurzel allen Übels gilt, wurde im November 1917 durch den russischen Revolutionsführer Lenin publik gemacht - er scherte sich nicht um die Geheimhaltung, die der Zar mit seinen Verbündeten verabredet hatte. Die Araber waren entsetzt über den Wortbruch der Briten, kämpften aber weiter an deren Seite.
Lawrence, der vermeintliche Araberfreund, kannte früh den Inhalt der Vereinbarung, verschwieg ihn aber seinen Kampfgefährten. In der arabischen Welt gilt er daher heute als Verräter.
Im Widerspruch zu der Absprache mit Emir Hussein stand auch die Erklärung des britischen Außenministers Arthur James Balfour vom 2. November 1917, die den Zionisten Unterstützung für eine "nationale Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk" zusicherte. Die "Balfour-Deklaration" war unter anderem von Mark Sykes und dem Präsidenten der zionistischen Bewegung, Chaim Weizmann, vorbereitet worden, der 1948 erster israelischer Staatspräsident wurde.
Nachdem die Briten Ende 1917 Palästina erobert hatten, zogen arabische Truppen im Oktober 1918 in Damaskus ein. Über der syrischen Metropole wurde die Flagge des Emirs von Mekka gehisst. Die Stadt wurde "toll vor Freude", wie Lawrence notierte, der Haschemiten-Prinz Faisal wurde im März 1920 zum König von Syrien ausgerufen.
Doch die Franzosen, die Anspruch auf diese Region erhoben, vertrieben ihn schon nach vier Monaten. Immerhin durfte er König im britisch dominierten Irak werden, wo er bis zu seinem Tod 1933 regierte. Sein Bruder Abdullah, dem eigentlich der Thron in Bagdad zugesichert worden war, erhielt als Ausgleich das neu geschaffene Emirat Transjordanien. Die Franzosen teilten ihr Gebiet in die separaten Staaten Libanon und Syrien.
So entstanden, neben Israel, statt eines geeinten arabischen Staates fünf überwiegend verfeindete arabische Länder, die zudem noch viele Jahrzehnte unter britischer und französischer Fuchtel standen. Nur Transjordanien wurde ab 1923 Husseins Haschemiten-Dynastie zur Selbstverwaltung überlassen, 1946 wurde es zum unabhängigen Königreich Jordanien.
Noch über 20 Jahre sollten die Briten im Nahen Osten herrschen - als Mandatsmacht über Juden und Araber in Palästina. Am 14. Mai 1948, dem Tag, als David Ben-Gurion den israelischen Staat ausrief, erlosch das britische Mandat. Die Truppen verließen das Gelobte Land.
Das einzige arabische Herrscherhaus, das sich niemals britischer Vormacht unterwerfen musste, war die Familie Saud, die in Riad, mitten auf der Arabischen Halbinsel, residierte. Nachdem König Ibn Saud 1924 die Nachfahren des Haschemiten Hussein auch aus Mekka vertrieben hatte, herrschte er unbehelligt von Europäern über das gewaltige Wüstengebiet.
Ihm kam nach dem Ersten Weltkrieg eine grandiose Fehleinschätzung der Briten zugute: Sie hatten nicht geglaubt, dass es in Saudi-Arabien Öl geben könnte.
Von Norbert F. Pötzl

SPIEGEL GESCHICHTE 3/2011
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