31.05.2011

Gespaltene Front

Die Königsfamilie Saud wird von liberalen Reformkräften wie von islamistischen Eiferern attackiert. Mit kleinen Konzessionen und großem Füllhorn versucht sie sich Zeit zu erkaufen.
Der Herausforderer des Herrscherhauses strotzt nicht gerade vor Zuversicht. Abdul Aziz Alkhamis, 49, sitzt im Londoner Park Club, stochert in seinen Linguini, nippt am Mineralwasser und schaut hinaus auf das satte Grün des Cricketfelds. Im Restaurant der weitläufigen Freizeitanlage, ganz in der Nähe seines Hauses, trifft er sich oft zu politischen Beratungen über die Zukunft seiner Heimat.
Wie soll der Kampf für Meinungsfreiheit und Demokratie in Saudi-Arabien weitergehen? Wer kommt nach König Abdullah? Wann kippt der Thron?
In seinem ersten Leben war der stämmige Mann mit dem vollen schwarzen Haar und dem buschigen Schnauzer ein bekannter Chefredakteur. In Riad, der Hauptstadt des Königreiches, zählte Prinz Salman, 75, Bruder des Regenten Abdullah und einer der potentiellen Thronanwärter, zu seinen Mentoren.
Aber Alkhamis war kein Hofberichterstatter. Ungeachtet aller Mahnungen griff er Tabuthemen auf: Vetternwirtschaft, Korruption, die Prasserei der fast 7000 Prinzen. Er wollte seine Leser wachrütteln, Wandel bewirken, "zum Wohle meines Landes", wie er sagt. Als Freunde ihm zuflüsterten, er sei zu einem Sicherheitsrisiko geworden, sein Name stehe auf der Fahndungsliste, setzte er sich nach Großbritannien ab. Damit begann sein zweites Leben.
Aus einer eher bescheidenen Backsteinvilla im Londoner Stadtteil East Acton organisiert Alkhamis seit zehn Jahren den Feldzug gegen die Paläste der Al Saud. Als Mitbegründer des internationalen Zentrums für Demokratie und Menschenrechte in Saudi-Arabien ist er ein international respektierter Vertreter der Opposition.
Es ist eine vielfältig fraktionierte Front, die sich gegen das Herrscherhaus aufbäumt. Neben eher liberalen Aktivisten wie Alkhamis wettern auch islamistische Eiferer gegen die Al Saud. Sie geißeln das Königshaus als Lakai der USA und wollen es stürzen. Die schiitische Minderheit wiederum, die vor allem im erdölreichen Osten des Landes lebt, fordert nicht nur ein Ende ihrer Diskriminierung durch das streng religiöse Regime. Viele Schiiten würden sich am liebsten ganz aus dem Staat lösen. Manche fordern Eigenständigkeit, andere träumen vom Anschluss an ihre Glaubensbrüder im benachbarten Irak.
Gemeinsam ist allen Gegnern der Al Saud nur die Hoffnung, dass die Revolutionen in Tunis, Ägypten wie auch im abgeschotteten Syrien den eigenen Kampf beflügeln. Anfang des Jahres wähnte Alkhamis sich der Heimkehr nahe. Unter dem Eindruck des Sturzes von Ägyptens Autokraten Husni Mubarak verspürte er auch in Saudi-Arabien den "Wind of Change". Offen spekulierte er über das Einknicken des Regimes. Zwei, drei Jahre gab er dem Absolutismus noch, nicht viel länger.
Die Hoffnung verflog schnell. Der Volksaufstand in Riad blieb aus. Mit Gewaltandrohungen und Geldversprechen habe das Königshaus auch die leisesten Reformforderungen aus der Bevölkerung erstickt, sagt Alkhamis resigniert. Dem Aufruf zu einem eigenen "Tag des Zorns" am 11. März vor dem Gerichtsgebäude in Riad sei nur ein einziger Demonstrant gefolgt - den man prompt verhaftet habe.
Alkhamis und seine Mitstreiter fordern eine Familie heraus, die ihren unbedingten Willen zur Macht in zweieinhalb Jahrhunderten bewiesen hat: erst im Kampf mit dem Osmanischen Reich, später im Ringen mit dem Herrscherhaus der Haschemiten. Und wie schon in der Vergangenheit stützen sich die Al Saud auch bei der Abwehr panarabischer Revolutionsfunken auf eine religiöse Führung, die in der islamischen Welt so gehasst wie gefürchtet wird: auf die Prediger der fundamentalistisch-sektiererischen Wahhabiten.
Der Schulterschluss geht zurück auf das Jahr 1744. Damals herrschte im Nadschd, dem Hochland im Zentrum der Arabischen Halbinsel, Mohammed Bin Saud über nicht viel mehr als das Provinznest Dirija, heute ein Vorort von Riad. Und Mohammed Bin Abd al-Wahhab war ein Korangelehrter, den man aus seiner Heimatstadt Ujaina - nur einen Tagesritt mit dem Kamel weiter nördlich - verstoßen hatte. Die Bewohner wollten seine Hetzerei gegen die Verlotterung der Sitten nicht mehr hören.
Während die meisten Beduinen die Gebote des Glaubens wenig befolgten, predigte Bin Abd al-Wahhab die Rückkehr zur "ursprünglichen Strenge" des Islam, wie sie gut 1000 Jahre zuvor der Prophet Mohammed vorgelebt habe. Bin Abd al-Wahhab verpönte Musik (von Trommeln abgesehen), verurteilte Alkoholgenuss, lehnte seidene Kleidung ab und duldete weder Gebetsketten noch Verzierungen an Moscheen. Muslime, die seinen eisernen Interpretationen nicht folgten, erklärte er zu "Ungläubigen". Schiiten, die vor allem im heutigen Irak und in Iran die Mehrheit der Bevölkerung stellen, waren für ihn eher Apostaten als Glaubensbrüder.
Bin Saud bot dem Vertriebenen Zuflucht an, und schon bald ergänzten sich das Sendungsbewusstsein des selbsternannten Erneuerers und der Machtwille des Wüstenfürsten: Die puritanische Lehre lieferte Bin Saud das ideologische Rüstzeug und die Legitimation für seine Feldzüge. Im Namen des wahren Islam begann eine einzigartige Landnahme.
Ein halbes Jahrhundert nach dem Treueschwur beherrschte Bin Sauds Sohn das Hochland des Nadschd und den Osten der Arabischen Halbinsel. Erst 1924 eroberten die saudischen Heere auch Mekka und Medina. Die heiligen Stätten hatten zuvor unter dem Schutz der Haschemiten gestanden, deren Nachfahre Abdullah II. heute König von Jordanien ist. Damit herrschten die saudischen Imame, wie sich die Regenten nannten, fast über die gesamte Arabische Halbinsel.
Ihr strenger Glaube aber war in der islamischen Welt zum Synonym für Fanatismus geworden. Seit ihre Reiterscharen 1802 in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbala (im heutigen Irak) über 2000 Männer, Frauen und Kinder getötet hatten, galten Bin Abd al-Wahhabs Anhänger als eine Art religiöse Terroristen.
Im Westen rückte die historische Bindung zwischen Glaubenseifer und Gewaltbereitschaft erst nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. 15 der insgesamt 19 Selbstmordattentäter stammten aus dem Königreich, der getötete Qaida-Chef Osama Bin Laden war Sohn einer schwerreichen Unternehmerfamilie jemenitischer Herkunft in Dschidda, die beim saudischen Königshaus auch heute noch in der Gunst steht. Mit Blick auf das bedrohliche Bündnis prägte der US-Politologe Francis Fukuyama den Begriff vom "Islamo-Faschismus".
Das Verhältnis zwischen Herrscherhaus und Glaubensführern war aber durchaus von Spannungen gezeichnet. Erste Bruchlinien hatten sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts unter Faisal Al Saud abgezeichnet. Der Herrscher und Imam ging aus kühlem Pragmatismus auf Distanz zu den Salafisten, den Altvorderen, wie sie sich nach ihrer Ausrichtung an den Vorfahren nannten. Faisal wollte sein Reich nicht durch einen ungezügelten Dschihad gefährden, den "heiligen Krieg" gegen Nicht-Wahhabiten.
Die eigentliche Zerreißprobe begann fast 100 Jahre später. Durch geschicktes Taktieren konnte Abd al-Asis Al Saud, genannt Ibn Saud, 1932 das Königreich proklamieren. Er erklärte die Wahhabija zur Staatsreligion. Die Erben des Predigers waren auf dem Höhepunkt ihres Einflusses, als mit der Entdeckung der weltweit größten Erdölvorräte (knapp 20 Prozent) die Moderne über das weitgehend abgeschottete Wüstenreich hereinbrach.
Nun erst rückte Riad ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit. Und in den Augen vieler Eiferer begann damals der moralische Verfall. Denn mit dem Verkauf der ersten Bohrrechte 1933 an die Standard Oil of California kamen amerikanische Ingenieure und andere Fremde aus dem Westen ins Land: Ungläubige, auf Einladung des Herrscherhauses.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spülte das Ölgeschäft bereits viele Millionen Dollar in die Staatskasse. Nahezu zeitgleich entwickelten sich die besonderen Beziehungen zu den USA. Die Amerikaner errichteten einen ersten Militärstützpunkt in Dhahran, dem Zentrum des Fördergebiets. Die Erben der Imame stiegen zu globalen Playern im Energie-Poker auf (siehe Seite 86).
Für die Al Saud begann ein Spagat, der die Herrscherfamilie, ja sogar das ganze Land noch zerreißen könnte: Auf der einen Seite müssen sie die erzkonservativen Religionsgelehrten zufriedenstellen, die jede Annäherung an den Westen verteufeln; andererseits ist das königliche Regime auf die USA als Schutzmacht angewiesen, obgleich es selbst aufrüstete. In gut 50 Jahren schloss Washingtons Waffenlobby mit den Scheichs Deals für Panzer, Raketen und Bomber im Wert von über 100 Milliarden Dollar.
So sehr das Königshaus nach außen glänzte, im Inneren grassierte die saudische Krankheit: Das "schwarze Gold", von vielen anfangs als geradezu göttliche Gabe für ein glaubensfestes Leben begrüßt, verdarb die Sitten der vom Wandel überforderten Stammesgesellschaft. Vor allem König Saud, der 1953 seinem Vater Ibn Saud auf den Thron gefolgt war, wurde zum Inbegriff der Dekadenz, wenn er bei "Kuraufenthalten" im Westen Millionen verschwendete. Auch auf Druck der Religiösen musste er 1964 den Thron räumen.
Mit ihrer Bigotterie erzürnten die Al Saud nicht nur die Religionsgelehrten, die ihnen mit einem Ende der Loyalität drohten. Das Herrscherhaus rückte sich damit auch selbst ins Fadenkreuz der gewaltbereiten Extremisten. 1979, wohl auch inspiriert durch die Revolution in Iran, überfielen einige hundert Extremisten die große Moschee in Mekka. Zwei Wochen lang hielten sie den heiligsten Ort des Islam besetzt. Um das Geiseldrama zu beenden, mussten die Al Saud französische Elitetruppen ins Land rufen.
Als könnten sie die Schmach darüber vergessen machen, finanzierten die Al Saud mit Millionen Petrodollars den Widerstand der Taliban gegen die "gottlosen" Sowjets, die wenige Wochen später Afghanistan besetzt hatten. Für seinen Kampf am Hindukusch wurde Osama Bin Laden in seiner Heimat gefeiert. Der Geheimdienstchef des Königshauses, Prinz Turki al-Faisal, unterhielt lange Beziehungen zu dem späteren Qaida-Gründer und dessen afghanischen Waffenbrüdern.
Gleichsam als Ablasszahlung an die Religionsgelehrten förderten Sauds Nachfolger Faisal (der Sparsame), Chalid (der Farblose), Fahd (der Konservative) und der seit 2005 amtierende König Abdullah (der Aufgeschlossene) fundamentalistische Strömungen weltweit. Die Al Saud als selbsternannte Speerspitze der Islamisierung pumpten ihr Geld in Stiftungen, bezahlten den Bau von Moscheen, ob auf dem Balkan, in Usbekistan oder auch Pakistan. Wo sie es können, stellen sie auch die Imame oder sorgen mit Zuwendungen dafür, dass im Sinne Bin Abd al-Wahhabs gepredigt wird.
Den offenen Unmut auch der Islamgelehrten nährte die Herrscherfamilie 1991 im Golfkrieg um Kuwait. Weil die hochgerüsteten Scheichs vor dem irakischen Aggressor Saddam Hussein zitterten, ließen sie 200 000 US-Soldaten - und Soldatinnen - auf saudi-arabischen Boden. Ein Affront für die Glaubenswächter, die den Frauen bis heute das Autofahren verbieten. Die "Hüter der heiligen Stätten von Mekka und Medina", wie sich die Al Saud seit 1986 nennen, hatten für manche damit endgültig ihre Legitimation verwirkt. Aus Afghanistan forderte Osama Bin Laden den Sturz der Al Saud.
Wie tief sich die Extremisten - mit klammheimlicher Billigung wahhabitischer Prediger - schon in die Gesellschaft hineingefressen hatten, zeigte wenige Jahre später eine ganze Serie von Anschlägen. Die Sprengstoffattentate 1995 und 1996 auf amerikanische Militäreinrichtungen in Riad und Chubar sollten die US-Soldaten wieder vom heiligen Boden vertreiben - den sie 2003 dann auch fast ausnahmslos verließen. Das eigentliche Ziel der Anschläge waren die Al Saud. "Allah mag keine Prinzen", hatten die Extremisten auf Flugblättern verkündet.
Nur zögerlich entschloss sich das Königshaus, hart durchzugreifen, auch gegen Prediger, die den Extremismus befeuert hatten: Militante Fundamentalisten wurden bei der Festnahme erschossen, andere hingerichtet, viele nach sogenannten Umerziehungsprogrammen wieder in ihre Familien entlassen. Die Terrorfront scheint befriedet, zumindest blieben weitere schwere Anschläge aus. Offiziell murren auch die Theologen nicht mehr. Die Nachfahren Bin Abd al-Wahhabs haben erkannt, dass sie mit den Al Saud auf Gedeih und Verderb im Bunde sind.
Der eigentliche Sprengsatz ist die Jugend des Landes. Mehr als die Hälfte der 26 Millionen Saudi-Araber sind unter 25 Jahren, der Frust über Nepotismus und Perspektivlosigkeit ist enorm. Zur Entschärfung dieser Sozialbombe setzt König Abdullah auf ein altbewährtes Mittel: Geld. Erst im Februar versprach er ein Wohlfahrtspaket im Wert von 26 Milliarden Euro - und verhängte ein striktes Versammlungsverbot. Kommunalwahlen sollen der männlichen Bevölkerung einen Hauch von Partizipation vorgaukeln. Frauen haben im Königreich keine Stimme, erst seit 2001 dürfen sie eigene Personalausweise haben. Gemäß der Scharia, der islamischen Rechts- und Lebensordnung, herrscht strenge Geschlechtertrennung. Der Koran und die Hadithe, die Überlieferungen zum Leben des Propheten, haben Verfassungsrang.
Doch werden Abdullahs Untertanen finanzielle Trostpflaster und halbherzige Reformversprechen reichen? Wie lange lassen sich vor allem die jungen Menschen noch durch die Sicherheitsdienste einschüchtern? Wann folgen auch in Riad und Dschidda, in Mekka und Medina Zehntausende einem Aufruf zum "Tag des Zorns"?
Mit kleinen Konzessionen und großem Füllhorn - allein in diesem Jahr dürften die Erdöleinnahmen rund 300 Milliarden Dollar betragen - könnte sich das Königshaus immerhin Zeit erkaufen. Auch ein handfester Streit um den Thron ist nicht in Sicht. Von den 43 anerkannten Söhnen des legendären Ibn Saud leben noch etwa 20. Drei gelten als unumstrittene Anwärter auf die Regentschaft. Auf König Abdullah, 86, könnte schon bald dessen schwer kranker Bruder Sultan, 83, folgen; vielleicht übernimmt aber auch gleich der erzkonservative Naïf, 78, die Macht, der seit 1975 Innenminister ist.
Der jüngste unter den Thron-Prinzen ist Salman, der mächtige Gouverneur von Riad, der wieder als etwas liberaler gilt. Nach dessen Tod, glauben Oppositionelle wie Alkhamis, könnte es jedoch zu einer Familienfehde um die Thronfolge kommen, die das Haus Saud schwächt - und der Opposition eine Chance gibt.
Vorerst sieht der Saudi-Arabien-Experte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg, den Thron jedenfalls nicht wanken. In einer "Stabilitätsstudie" für die renommierte Fachzeitschrift "Jane's Intelligence Review" bewertet er die Wahrscheinlichkeit eines Umsturzes als "minimal".
Wann also wird Abdul Aziz Alkhamis aus seinem Londoner Exil heimkehren nach Riad, wo er noch immer ein großes Haus besitzt?
Alkhamis blickt auf das weitläufige Gelände seines Clubs. Dort tobt Omar, 9, das jüngste seiner sechs Kinder. Alkhamis hat keinen Zweifel, dass zumindest sein Sohn einmal in Saudi-Arabien leben wird. Als wirklich freier Bürger, in seiner eigentlichen Heimat, die dann vielleicht nicht einmal mehr den Namen der Herrscherfamilie trägt.
Entschlossen sagt der Oppositionsführer: "Wir werden siegen."
Von Dieter Bednarz

SPIEGEL GESCHICHTE 3/2011
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