01.10.1999

Höhenmesser vom Flohmarkt

Mit abenteuerlichen, oft genial gebastelten Geräten versuchten DDR-Bürger, auf dem Luft- oder Wasserwege in den Westen zu kommen: Erst jetzt tauchen in den Stasi-Akten die Details dieser tollkühnen Fluchtversuche auf / Von Sebastian Knauer
Nahe Hinzdorf, einer Ortschaft an der Elbe, gleitet der schwarze Tauchkörper geräuschlos ins Wasser. Über die Einstiegsluke des Turms klettern Manfred und Adelheid Augustin vorsichtig in das enge Gefährt. Sie starten die Elektromotoren, prüfen die vier Verschlussbolzen des stählernen Lukendeckels und das ausfahrbare Seerohr.
In den Morgenstunden des 1. Februar 1976 beginnt die erste Republikflucht aus der DDR in einem U-Boot. In Überwasserfahrt erreicht das Sieben-Meter-Schiff die Flussmitte, gleitet mit der Strömung elbabwärts. Das Ehepaar Augustin ist nach monatelangen, geheimen Vorbereitungen bereit, die "bestgesicherte Grenze der Welt" (DDR-Verteidigungsminister Heinz Hoffmann) tauchend zu durchbrechen.
Bei Flusskilometer 458 jedoch, gegenüber Wittenberge, findet der wohl ungewöhnlichste und bislang nicht bekannt gewordene Fluchtversuch der DDR-Geschichte ein böses Ende.
Zwischen Eisschollen entdeckt die Mannschaft des Schleppers "Lenzen" gegen 11.40 Uhr ein "Perlonseil" und dann einen "treibenden Gegenstand". Nach dem später verfassten Bericht für die Volkspolizei wird der "zigarrenförmige Schwimmkörper" von der Schleppermannschaft zunächst für eine "Art Jauchetonne" gehalten. Als dann aber aus der Turmluke plötzlich eine "männliche Person" hervorsieht, alarmiert die Schlepperbesatzung die Grenzposten.
Der volkseigene Eisbrecher der Deutschen Binnenschifffahrt "Anklam", wegen Baggerarbeiten gerade vor Wittenberge stationiert, eilt herbei. U-Boot-Fahrer Augustin weigert sich, wie ihm befohlen wird, sein Fluchtfahrzeug zu verlassen: Seine Frau befinde sich noch in der schwimmenden Röhre, und jede Gewichtsveränderung des sorgsam ausgetrimmten Bootskörpers bedeute für beide ein tödliches Risiko.
Nach einer waghalsigen Verfolgungsfahrt über gut drei Kilometer blockiert schließlich die unbewaffnete Anklam die weithin zugefrorene Fahrrinne der Elbe. Die Augustins werden verhaftet, das Tauchboot wird in Schlepp genommen. Die Fahrt in die Freiheit endet in den kargen Räumen des Wasserschutzpostens Wittenberge. Unter der Bezeichnung "U-Vorg." wird der Vorgang "544/77" beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR abgelegt.
In den westlichen Medien wurde der erfolglose Absetzversuch der Augustins damals nicht registriert, schon gar nicht in den östlichen. Und erst jetzt, ein Vierteljahrhundert danach, sind solche "Republikfluchten" im Detail nachzulesen - in den Aktenbeständen des Beauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, Joachim Gauck. Viele dieser "illegalen" Aktionen, so erweist sich, verliefen dramatischer als die publik gewordenen, meist ohnehin spektakulären Ausbruchunternehmen zu Land, zu Wasser und in der Luft. "Das Thema Fluchtmobile wartet noch auf eine zeithistorische Aufarbeitung", urteilt Behördenchef Gauck.
Nach den Kriminalstatistiken der DDR-Behörden versuchten bis Mitte der siebziger Jahre jährlich rund 700 Menschen, die Grenze zu überwinden. Die Zahl der Fluchtwilligen stieg dann von 1976 an auf jährlich 1000 Menschen, und für 1988 verzeichnet der DDR-Generalstaatsanwalt immerhin 7292 "ungesetzliche Grenzübertritte", kriminalstatistisch nur noch übertroffen durch das Delikt "asoziales Verhalten". Insgesamt 943 Menschen fanden zwischen 1948 und 1989 bei Fluchtversuchen über die DDR-Grenze den Tod, darunter 40 Kinder und Jugendliche sowie 30 Frauen, wie die "Arbeitsgemeinschaft 13. August" ermittelte.
Zeitgleich mit der stetigen technischen Aufrüstung der DDR-Grenzsicherungen entwickelten DDR-Bürger immer neue Fluchtmobile, um das System zu überwinden. Die Brüder Wolfgang und Manfred Kleistner aus Güstrow zum Beispiel zimmerten sich einen zweisitzigen Torpedo, um über die Ostsee zu entkommen. Angetrieben durch Muskelkraft über eine umgebaute "Wartburg"-Kurbelwelle, sollte der dreiteilige hölzerne Rumpf unsichtbar durch die Radarüberwachung der Volksmarine schlüpfen. Die Schiffsschraube fertigten die Brüder aus dem Aluminium einer Fleischtransportkiste. Die Stasi aber bekam Wind von der geplanten Torpedoflucht, die vom Seebad Kühlungsborn aus gestartet werden sollte, und griff zu.
Der Mechaniker Henry Tunger aus Hof an der Saale entwarf einen Hubschrauber, mit dem er über die Grenze wollte. Die Konstruktionszeichnungen für den nicht fertig gestellten "Jawa"-Helikopter liegen inzwischen im Luftfahrtarchiv des Deutschen Museums. Ein anderer Helikopter-Flüchtling besorgte sich die Rotorblätter eines Transporthubschraubers Mi-8 bei der Nationalen Volksarmee und hinterließ der vorzeitig informierten Stasi einen bauchigen Rohbau aus brauner Glasfaser.
Um mit selbstgebastelten Heißluftballons, Gleitseglern, Tauchbooten, Speziallastwagen, in präparierten Kuhhäuten oder an isolierten Haken entlang von Hochspannungsleitungen zu entkommen, gingen die Deutschen in der DDR durchweg ein lebensgefährliches Risiko ein - und entfalteten oft eine beträchtliche Kreativität. "Diese Menschen wurden aus Verzweiflung zu phantasievollen Konstrukteuren", urteilt Rainer Hildebrandt, Leiter des Berliner Museums Checkpoint Charlie.
Das Museum am ehemaligen US-amerikanischen Grenzübergang in der Berliner Friedrichstraße verfügt inzwischen über die weltweit umfangreichste Sammlung erfolgreicher Fluchtmobile, darunter auch Teile des legendären Heißluftballons, der 1979 zwei Familien aus Thüringen über die Grenze brachte, und ein Kleinwagen vom Typ Isetta, der 1964 im umgebauten Batterie- und Heizungsfach nacheinander neun versteckte Passagiere in den Westteil Berlins beförderte.
Die gescheiterten Fluchtversuche, von denen nur wenige bekannt wurden, hat dagegen ebenso sorgsam das Ministerium für Staatssicherheit in Ost-Berlin archiviert. Nach einer Anweisung ("Vertrauliche Verschlußsache") von MfS-Chef Erich Mielke vom 15. 12. 1975 waren nach jedem "Angriff auf die Staatsgrenze" jeweils "beweiskräftige Dokumentationen zur Entlarvung des raffinierten Vorgehens des Gegners" zu erarbeiten.
Die beschlagnahmten Gerätschaften der Republikflüchtlinge, wie Kleinflugzeuge, Gleitsegler oder der Fluchttorpedo, wurden in geräumigen Hallen der MfS-Juristen-Hochschule Potsdam-Eiche zu Demonstrationszwecken "rekonstruiert", teilweise unter Mithilfe der inhaftierten Konstrukteure.
Stasi-Chef Mielke, bald selbst fluchtsicher verwahrt in U-Haft, bekam die Sammlung seiner Späher nie zu sehen, und nach der Grenzöffnung 1989 drohten auch die Fluchtmobile in den Wirren des Umbruchs unterzugehen. Auf dem Hinterhof des MfS-Objekts Planckstraße konnte eine Mitarbeiterin des benachbarten Museums für Deutsche Geschichte gerade noch einen Abtransport durch die Müllabfuhr verhindern.
"Sollen wir den Krempel jetzt mitnehmen oder nicht", wurde Historikerin Monika Haupt bei einem Ortstermin gefragt. Ohne Rücksprache mit ihren Vorgesetzten entschied sie: Nein. Haupt rettete damit wichtige Belege der deutsch-deutschen Fluchtgeschichte. In Kartons der Potsdamer MfS-Schule fanden sich zudem weitere Dokumente, Kleinbildfilme, Lageskizzen und Tatortbeschreibungen. "Mir kam das große Kotzen", sagt Historikerin Haupt, "als ich das sichtete."
Damals, ein Jahr nach der Maueröffnung, war unklar, ob die Erbauer der Fluchtmaschinen überlebt hatten oder in die Statistik der offiziell 200 Grenztoten eingegangen waren. Erst nach einer Ausstellung im Berliner Zeughausmuseum über "Fluchtmobile" im Jahre 1990 meldeten sich erstaunt einige ihrer Besitzer. "Das hatten wir schon alles verloren gegeben", sagt der Flugzeugingenieur Gerhard Wagner, 61, der Ende der siebziger Jahre einen fünfsitzigen "Hochdecker" für die Flucht seiner gesamten Familie gebaut hatte. Der an der Technischen Universität Dresden promovierte Ingenieur arbeitet heute in einem Konstruktionsbüro in Kaiserslautern.
Seine "Dowa 81", ausgerüstet mit zwei ES-250-Motorradmotoren und mit einer Spannweite von neun Metern, entstand damals komplett in einem kleinen Zimmer seiner Dresdner Wohnung. Kein Teil des zusammensetzbaren Flugzeugs durfte länger als vier Meter sein. Den Höhenmesser hatte sich Wagner auf einem Flohmarkt besorgt; er sollte es ihm erlauben, in 50 Meter Höhe und damit unterhalb der Radarerkennung über die bayerische Grenze zu fliegen.
Zum verdeckten Landtransport hatte Wagner einen "Klappfix"-Anhänger umgerüstet. Am geplanten Starttag des "flugfähigen Geräts" (MfS-Akte) griff die Stasi zu. Heute steht der lindgrüne Fluchtflieger mit seiner dreiteiligen Plexiglaskanzel neben einer JU-52 in der Luftfahrtabteilung des Deutschen Museums in München. "Unsere Enkel sollen wissen", sagt Wagner über seine vielbestaunte Dauerleihgabe, "was uns aus diesem Staat getrieben hat."
Einer, der es ebenfalls nicht aushielt, war Ulrich Kujat, 52. Der gelernte Elektroingenieur aus Kahla baute 1981 ein Tauchschiff, wie die Augustins. In den sogenannten "Bastelläden" der DDR hatte er zusammengekauft, was er bekommen konnte. Die Außenhaut seines U-Boots fertigte Kujat aus PVC-Kunststoffplatten, die wegen Übererfüllung des DDR-Wirtschaftsplans just im Baujahr ausreichend zu haben waren. Handelsübliche Schneefanggitter für Hausdächer bildeten das Gerippe des keilförmigen Tauchschiffs.
Aus einem schwarz lackierten Kuchenblech fertigte Kujat ein Armaturenbrett, Akkus, Elektromotoren, Echolot, Spannungsanzeiger, Sensoren, Schnorchel und Schiffsschrauben erstand er im Fachhandel. Bei einer Leipziger Chemiefirma besorgte er sich ganz offiziell einen "Nassanzug" aus dem wärmenden Neopren-Material.
"Mit richtiger Fachliteratur zu U-Booten war ja nix", sagt Kujat heute. Er musste eigene Konstruktionen für einen der technisch anspruchsvollsten Schiffstypen entwerfen, denn außer einigen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen im DDR-Militärverlag zu "Unterwassertransport" oder "Schiffe der Meerestiefen" gab es keine zugänglichen Bauhilfen.
"Die U-Boot-Technik vor 1945", so analysierte später auch die "MfS-Technische Untersuchungsstelle" in einem Auswertungsbericht zu einschlägigen Fluchtversuchen, "unterlag weitgehend der Geheimhaltung", in der "deutschsprachigen Literatur bis 1970" seien "kaum Hinweise" zu finden.
Republikflüchtling Kujat wusste sich trotzdem zu helfen. Zum Tiefenmesser des Tauchboots funktionierte er einen Manometer für Druckleitungen um. Das Spezialgerät hatte sich der Ingenieur während einer vorübergehenden Beschäftigung im volkseigenen Heizkraftwerk Jena-Süd organisiert. Um eine bestimmte Schraube zu besorgen, war der Tüftler allerdings schon mal "wochenlang" unterwegs. Eine rund acht Quadratmeter große Garage mit Klapptor an der Magnun-Poserstraße im thüringischen Kahla verwandelte Kujat dann in eine U-Boot-Werft. Während seine Nachbarn an ihren Trabis oder Mopeds bastelten, setzte Kujat sein Tauchgerät von 2,60 Meter Länge zusammen.
"Denen hab ich erzählt, mein Hobby ist der Wassersport", erinnert sich Kujat. Die Geschichte war glaubwürdig, denn zuvor war er als Bordingenieur der DDR-Handelsmarine gefahren. Der Wassersportler machte bei der Partei zudem eine gute Figur. Als Mitglied der Freien Deutschen Jugend sowie der Gesellschaft für Sport und Technik wurde ihm eine "positive politische Grundeinstellung" bescheinigt.
Ein Irrtum, wie sich herausstellte. Anfang der achtziger Jahre wollte Kujat die "Scheiß-DDR" unbedingt verlassen. Nach 6-monatiger Bauzeit startete er zur ersten Probefahrt mit seinem schwimmenden Fluchtmobil, das während des Landtransports mit einer Plane verhüllt war, zu einem nahe gelegenen Kiessee bei Kahla. Das Ding schwamm, für Kujat "ein großer Moment".
Die Flucht sollte von einem einsamen Küstenstreifen an der Ostsee aus gestartet werden. Doch zuvor schnappte die Stasi zu. Kujat wurde auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im VEB-Porzellanwerk Kahla festgenommen.
Die Häscher präsentierten eine schriftliche Aussage, wonach "der Ulrich so ein Ding wie mit dem Ballon drehen" wolle. Kujat erkannte "voll Bitterkeit" die Unterschrift eines nahen Verwandten.
Seinem U-Boot-Bau ging die Stasi penibel auf den Grund. Im Rostocker Institut für Schiffbautechnik entstand ein 30-seitiges "Sachverständigengutachten zum Schwimm- und Tauchfahrzeug electric eel" - wie Kujat sein Schiff getauft hatte. Mit Tauchversuchen und eigenen Berechnungen ermittelten die Experten sowohl die Reichweite bei Überwasserfahrt (210 Kilometer), die Gierstabilität und den Unterwasserwiderstand.
Dem gescheiterten Republikflüchtling wurden "umfangreiche Kenntnisse zum Bau eines funktionsfähigen Unterwasserfahrzeugs" bescheinigt. Weil Ballasttanks fehlten, wäre die geplante Flutung des Innenraums jedoch nach Expertenmeinung ein "lebensentscheidender Fehler" gewesen. Auch die "drei kleinen Lenzpumpen" hätten bei "kopflastiger Vertrimmung im Tauchfall" nicht den "Verlust des Fahrzeuges verhindern" können.
Für eine Unterwasserfahrt in "Schnorcheltiefe" errechneten die Rostocker Schiffsbauexperten eine Geschwindigkeit von 8,9 Kilometer die Stunde - genug, um über die Ostsee in den Westen zu gelangen.
Heute besitzt Unternehmer Kujat im bayerischen Schwabach einen altfränkischen Hof, gesichert durch Stahltor und Videoüberwachung. In einer Spezialfirma produzierte er mit hochmodernen Lasern quadratische Keramikplatten, die als elektronische Bauteile unter anderem in der Mercedes S-Klasse verbaut werden. "Beim U-Boot-Bau", erinnert sich der Techniker, "mussten wir mit etwas einfacheren Materialien zurechtkommen."
Kujats "Electric eel" (Zitteraal) ist unterdessen ein gefragtes Ausstellungsstück. In 13 US-amerikanischen Städten präsentierte das Goethe-Institut eine Materialsammlung zum Thema "Breakthrough". Fast 200000 US-Bürger besuchten die Exponate, die den Eisernen Vorhang überwinden sollten. In Deutschland hingegen wird mit dem zeithistorischen Erbe eher nachlässig umgegangen.
Die mühsam zusammengetragene Sammlung des ehemaligen Zeughauses, heute Deutsches Historisches Museum, ist bundesweit verstreut. Denn nach dem Vereinigungs-Vertrag mussten auch die Fluchtmobile an ihre Eigentümer zurückgegeben werden. "Wir haben keinen Überblick, wo die Sachen sind", sagt Museumsmitarbeiter Dieter Vorsteher. Ein Ankauf der Exponate scheiterte an angeblich "horrenden Forderungen" der Eigentümer. Ulrich Kujat vermietet sein U-Boot auch lieber an private Sponsoren. Bei der Eröffnung eines neuen Metro-Marktes im sächsischen Chemnitz stand der Electric eel in der Eingangshalle. Kommerziell genutzt wird nun auch eine bahnbrechende Idee des Republikflüchtlings Bernd Böttger. Mit einem unter Wasser betriebenen Zweitakter aus dem Mopedbau, aufgehängt an einem eigens konstruierten Schwimmkörper, hatte er 1968 eine kilometerlange Strecke bis zum dänischen Feuerschiff Gedser Rev in der Ostsee überwunden. Eine verbesserte Konstruktion dieses "Aqua-Scooters" entwickelte eine norddeutsche Firma später zur Serienreife. Die Schwimmhilfe a la James Bond kam in diversen Agentenfilmen zum Einsatz. Beide Scooter-Exemplare sind heute im Checkpoint-Charlie-Museum ausgestellt. Der Erfinder starb unter mysteriösen Umständen bei einem Urlaub 1972 in Spanien. Im Ferienort Cala Jonculs hatte Böttcher seine mitgebrachten Tauchapparate ausprobiert. Am Strand mit dabei war ein Bekannter, den er kurz zuvor in der Bundesrepublik kennen gelernt hatte. Die Stasi, soviel ist bekannt, hatte sich bei Böttgers in der DDR lebenden Mutter nach der Adresse des Sohnes erkundigt. Nach einem gemeinsamen Tauchversuch vor einer Felsklippe trieb Böttger plötzlich leblos auf dem Wasser. Der offizielle Untersuchungsbericht der spanischen Behörden stellte lapidar fest, Böttger sei bei "Tauchversuchen" zu Tode gekommen. Er war 32 Jahre alt. Die Rolle des Begleiters ist nach wie vor ungeklärt.
SEBASTIAN KNAUER, 50, ist SPIEGEL-Redakteur in Hamburg.
Von Sebastian Knauer

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