07.09.2006

Chronik des Schreckens

Terroranschläge von Islamisten nach dem 11. September
11. April 2002 - Tunesien
Auf der Ferieninsel Djerba explodiert ein Kleinlaster vor der Synagoge. 21 Menschen sterben, mehr als 30 werden verletzt.
14. Juni 2002 - Pakistan
Vor dem US-Konsulat in Karatschi detoniert eine Autobombe. 12 Menschen fallen dem Anschlag zum Opfer.
12. Oktober 2002 - Indonesien
Kurz nach 23 Uhr explodiert eine Autobombe vor einem Club auf Bali. 202 Menschen aus 21 Ländern sterben. Mehr als 300 Menschen werden verletzt.
12. Mai 2003 - Saudi-Arabien
In Riad werden kurz vor Mitternacht drei bewachte Wohnanlagen für Ausländer von Selbstmordattentätern angegriffen. Die Terroristen töten über 30 Menschen, fast 200 werden verletzt.
16. Mai 2003 - Marokko
In Casablanca explodieren fünf Sprengsätze. Über 40 Menschen sterben.
19. August 2003 - Irak
In Bagdad, das wie der gesamte Irak seit dem Sturz Saddam Husseins von einer Welle von Terroranschlägen heimgesucht wird, stirbt bei einem Anschlag der Uno-Hochkommissar für Menschrechte und Leiter der Uno- Mission im Irak, Sérgio Vieira de Mello. Bei dem Bombenattentat auf das Uno-Hauptquartier werden außer de Mello noch 21 weitere Menschen getötet.
15. und 20. November 2003 - Türkei
Vor zwei Synagogen in Istanbul sprengen sich Selbstmordattentäter in die Luft. Fünf Tage nach dem Anschlag explodieren vor einer Bank und vor dem britischen Generalkonsulat zwei Autobomben. Insgesamt sterben rund 60 Menschen, darunter der britische Generalkonsul Roger Short. Mehr als 750 Menschen werden verletzt.
11. März 2004 - Spanien
In vier Vorortzügen in Madrid explodieren während der morgendlichen Rushhour fast zeitgleich zehn Bomben. 192 Menschen werden getötet, über 2000 verletzt.
9. September 2004 - Indonesien
Vor der australischen Botschaft in Jakarta geht eine Autobombe hoch. 11 Menschen sterben, über 180 werden verletzt.
7. Oktober 2004 - Ägypten
Vor dem Hilton-Hotel in Taba auf dem Sinai explodieren zwei Autobomben. Das Hotel stürzt teilweise ein. Gut eine Stunde später detonieren rund 60 Kilometer südlich zwei weitere Autobomben. Insgesamt gibt es 33 Tote und mehr als 100 Verletzte.
7. Juli 2005 - Großbritannien
In London sprengen sich vier Attentäter in U-Bahn-Zügen und einem Bus in die Luft. Sie reißen 52 Menschen mit in den Tod. 700 Reisende werden verletzt.
23. Juli 2005 - Ägypten
Im Ferienort Scharm al-Scheich explodieren mehrere Bomben. Mehr als 80 Menschen sterben, über 200 werden verletzt.
1. Oktober 2005 - Indonesien
In Lokalen auf der Insel Bali, die vornehmlich von Touristen besucht werden, sprengen sich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Mehr als 20 Menschen sterben, über 100 werden verletzt.
29. Oktober 2005 - Indien
In Neu Delhi detonieren drei Sprengsätze. Es gibt mindestens 60 Tote und rund 200 Verletzte.
9. November 2005 - Jordanien
In Hotels in Amman explodieren fast zeitgleich drei Bomben. Mindestens 57 Menschen sterben.
24. April 2006 - Ägypten
Im ägyptischen Badeort Dahab detonieren drei Sprengsätze. Dem Anschlag fallen mindestens
18 Menschen zum Opfer, über 80 werden verletzt.
11. Juli 2006 - Indien
In sieben Vorortzügen in Mumbai explodieren Bomben. Über 200 Menschen sterben, mindestens 800 werden verletzt.

SPIEGEL SPECIAL 6/2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


  • New Orleans: Baukräne an eingestürztem Hotel gesprengt
  • Konzernchef aus Schweden: "Ich habe einen Chip in meiner linken Hand"
  • Tierische Begegnung: Fuchs verzögert den Start einer Boeing 747
  • 50 Jahre Kanzlerwahl Willy Brandt: Der letzte Superstar der Sozialdemokratie