24.04.2007

RICHTIG STUDIERENKarrieresprungbrett Provinz

Deutschlands Fachhochschulen locken mit intensiver Betreuung und guten Berufsaussichten. Wer im Job ganz hoch hinaus will, sollte sich dennoch für eine Universität entscheiden - sie lehrt Durchhaltevermögen.
Für einen Asta-Vertreter geht David Schröpfer, 22, außergewöhnlich milde mit seiner Alma Mater um. Die Ausbildung an der Hochschule Furtwangen sei "hervorragend", das Klima "familiär", die idyllische Lage im Hochschwarzwald sorge immerhin dafür, dass es "keine Ablenkungen vom Lernen" gebe.
Die eigenen Berufsaussichten schätzt der Student des Fachs Online-Medien als sehr gut ein, die Kontakte seiner Hochschule zu Firmen stimmen ihn hoffnungsfroh. Seine Standortwahl, sagt Schröpfer, habe er "nie bereut".
Wie Schröpfer gehen immer mehr Studienanfänger freiwillig in die Provinz, nach Furtwangen, Schmalkalden, Wernigerode, Deggendorf oder Stendal, um dort zu studieren. Ihr Kalkül: Sie wollen auf Nummer sicher gehen. Kleine Gruppen, schnelles Studium, Dozenten, die aus der Praxis kommen, so lautet die attraktive Formel der Fachhochschulen.
Während die Zahl der Studenten an Universitäten in den vergangenen fünf Jahren sich nicht wesentlich verändert hat, werden die Fachhochschulen immer populärer: Mehr als eine halbe Million Studenten ist mittlerweile an einer FH eingeschrieben und damit jeder vierte deutsche Jungakademiker. Die ehemaligen Fachhochschulen haben den Imagewandel geschafft: Während die FH früher als Hochschulen zweiter Klasse belächelt wurden, mit Professoren ohne Habilitation und Studenten ohne vollwertigem Abitur, nennen sie sich nun selbstbewusst "Universities of Applied Sciences" und machen den Uni-Platzhirschen Konkurrenz.
Die Absolventenbefragung des SPIEGEL zeigt: Die einstigen Schmalspur-Akademiker machen ihren Weg - und der ist oft weniger steinig als der ihrer Kommilitonen von der Uni. FH-Absolventen finden vergleichsweise leicht einen festen Job. Während in der Umfrage die Hälfte der Elektrotechniker, Informatiker und Maschinenbauer mit Uni-Abschluss angab, derzeit nur eine befristete Anstellung zu haben, war dies nur bei weniger als einem Drittel der FH-Abgänger in den genannten Fächern der Fall (siehe Grafik Seite 18). Und quer durch fast alle Fachbereiche bekamen FH-Absolventen schneller eine Vollzeitstelle.
Zwar verdienen ehemalige Fachhochschüler anfangs weniger als ihre Kollegen von der Uni - ein Betriebswirt etwa 465 Euro, ein Elektrotechniker 220 Euro weniger pro Monat -, aber dafür ist die Bandbreite der Gehälter geringer, wie die Absolventenbefragung ergab. Während bei einem klassischen Uni-Fach wie Jura zwischen Exzellenz und Elend (1250 bis 3250 Euro) alles möglich ist, weiß ein Absolvent in einem typischen FH-Fach wie Elektrotechnik schon ziemlich genau, was er beim Einstieg bekommt: laut der Absolventenbefragung zwischen 2750 und 3750 Euro pro Monat.
Beim Großkonzern Siemens beispielsweise sind Fachhochschüler deutlich überrepräsentiert. Von den über 50000 Akademikern, die in Deutschland für Siemens arbeiten - insgesamt hat das Unternehmen hierzulande 160000 Mitarbeiter -, kommen rund 60 Prozent von der Uni, 40 Prozent von einer FH. Die FH-Absolventen erhalten nach Schätzungen der Personalabteilung anfangs rund zehn Prozent weniger Gehalt als ihre Kollegen von der Uni. Später richte sich das Gehalt nach der Leistung.
Für viele Fächer bedeutet das: Wer lieber mit Teilkasko-Versicherung ins Berufsrennen geht, ist wahrscheinlich an einer Fachhochschule besser aufgehoben. Wer ganz vorn mit dabei sein will, sollte sich an die Uni wagen. "Viele höhere und höherwertige Positionen werden nach wie vor mit Uni-Absolventen besetzt", sagt Carsten Dose, Hochschulexperte beim Wissenschaftsrat.
In der Riege der Unternehmenslenker sind die Buchstaben "(FH)" nach der Berufsbezeichnung noch immer ungewöhnlich. Dipl.-Betriebsw. (FH) Rupert Stadler, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender von Audi, ist eine der Ausnahmen, wie auch der FH-Maschinenbauer und ehemalige Daimler-Chef Jürgen Schrempp.
Handfeste Nachteile haben FH-Abgänger im Öffentlichen Dienst: Sie werden in niedrigere Laufbahngruppen eingeteilt und können bestimmte Gehaltsstufen gar nicht erreichen. Wer Jurist, Mediziner oder Gymnasiallehrer werden will, kommt um ein Uni-Studium nicht herum, die Ausbildung für diese Berufe bleibt den Fachhochschulen verwehrt.
Diese Beschränkung ist Stärke und Schwäche der Fachhochschulen zugleich. Während an einer Universität das ganze Fächerspektrum vertreten ist, vom karriereträchtigen Spezialistenfach bis hin zu den beruflich eher prekären Geisteswissenschaften, bilden die FH vor allem Ingenieure und Betriebswirte aus - und die landen selten im akademischen Lumpenproletariat. In Rankings punkten die FH fast ausschließlich mit wirtschaftsnahen Fächern: Furtwangen in Informatik, die FH München bei den Wirtschaftsingenieuren und Elektrotechnikern, Esslingen in Mechatronik, Reutlingen in BWL.
Norman Egli, 21, orientierte sich an solchen Ranglisten, als er von seinem Heimatort Berlin aus auf die Suche nach der passenden Hochschule ging. Von den Berliner Groß-Unis war Egli schnell abgeschreckt. "Die Massenabfertigung hat mir nicht gefallen." An eine private Hochschule wollte er nicht, denn dort waren ihm die Gebühren zu hoch. Egli landete schließlich an der FH im schwäbischen Reutlingen, wo er Europäische Betriebswirtschaft studiert.
Egli lobt die hohe Motivation seiner Kommilitonen: "Fast alle meine Mitstudenten haben noch ein Projekt oder eine Firma nebenbei", erzählt er. Egli selbst hat mit einem Freund die Internet-Buchbörse Bookya gegründet. Die Idee: In den Hochschulstädten können etwa höhere Semester über die Webseite Studienanfänger finden, um diesen ihre nicht mehr benötigten Lehrbücher zu verkaufen. Der Preis wird direkt ausgehandelt, das Buch vor Ort übergeben, das erspare den mühsamen Gang zur Post wie beim Verkauf über andere Online-Börsen. Geplante Haupteinnahmequelle von Bookya: Anzeigen von Unternehmen, die gezielt Studenten eines bestimmten Fachbereichs oder einer Hochschule erreichen wollen.
Handfest präsentiert sich auch die Vorzeige-FH Furtwangen. Wenige Schritte vom Haupteingang entfernt verkauft ein Souvenirladen Motivteller mit der Aufschrift "Gruß aus dem Schwarzwald" und Bollenhut-Puppen in Tracht. Hauptattraktion auf dem Campus ist das Deutsche Uhrenmuseum mit einer der weltgrößten Sammlungen an Kuckucksuhren.
Doch die Hochschule, die einstige Großherzogliche Badische Uhrmacherschule und spätere Ingenieurschule für Feinwerktechnik, ist eher Hightech als hausbacken. An der Fakultät für Digitale Medien stellen Handwerker gerade das nagelneue 3-D-Filmstudio fertig, Dekan Wilhelm Walter verweist stolz darauf, dass einer seiner Absolventen mittlerweile in Steven Spielbergs Firma "Dreamworks" Spielfilme animiert.
Von internationalem Anspruch künden auch die englischen Namen der 25 Studiengänge. Sie heißen "Biomedical Engineering" oder "Computer Science in Media". Das Netz der Partneruniversitäten reicht bis nach Australien, Hongkong und Brasilien, die rund 3800 Studenten können aus über 90 möglichen Orten wählen.
Umgekehrt zieht es Gaststudenten aus aller Welt in das 10000-Einwohner-Städtchen im Hochschwarzwald. Der Russe Alexej Iwanow, 24, lobt die Hochschule: "Die überschaubare Größe macht es für ausländische Studenten einfacher." Er schätzt die intakte Natur im Hochschwarzwald, und das Klima sei vergleichbar mit dem seiner Heimatstadt Nowosibirsk. Seine Mitstudentin Mariana Torres, 20, aus Puebla in Mexiko muss sich erst noch daran gewöhnen, dass in Furtwangen abends die Bürgersteige hochgeklappt werden.
Prorektorin Britta Bergemann wirbt mit der "frühen Praxisorientierung" des Studiums. Jeder Studiengang schließe ein Praktikum ein, meist in einem Unternehmen der Region. "Und das sind keine Kopier-Nummern, unsere Studenten müssen eigenständig echte Probleme lösen", betont Bergemann. Der enge Kontakt zur Wirtschaft zahle sich aus: "Viele unserer Absolventen haben oft schon einen Job in der Tasche, während sie noch im Examen sitzen."
Rektor Rolf Schofer will noch höher hinaus und die Universitäten auf ihrem ureigenen Feld angreifen: der Forschung. Warum, fragt Schofer, sollen nur die Universitäten das Recht haben, Studenten zu promovieren? Schließlich werde an Fachhochschulen auch geforscht, nur eben auf das wissenschaftliche Arbeiten in der Wirtschaft zugeschnitten. "Die Universitäten bilden dagegen jeden Studenten so aus, als würde er später einmal Professor werden."
Der Rektor hofft auf die neuen gestuften Abschlüsse Bachelor und Master: Sie erlauben künftig Bachelor-Absolventen von einer FH, einen Master auch an der Universität draufzusatteln und umgekehrt. "Der Unterschied zwischen den Hochschulformen verschwimmt, künftig wird es sehr stark auf die Inhalte ankommen." Und in vielen Fächern, da ist sich der Rektor sicher, werden "dann die Fachhochschulen erste Wahl" sein.
50 Kilometer von der aufstrebenden Fachhochschule entfernt wehrt sich Chemie-Professor Rolf Mülhaupt gegen derlei Begehrlichkeiten. Mülhaupt ist Direktor des renommierten Materialforschungszentrums an der Universität Freiburg. Er sieht die Angleichung von Unis und FH mit Sorge. "Früher hatten wir ein klares System, die Unis waren für die Wissenschaft zuständig, die Fachhochschulen für die praxisnahe Ausbildung. Jetzt wird alles nivelliert, und an der Fachhochschule bekommt man ein Uni-Studium light."
Die Folge, so Mülhaupt: Professoren und Personalchefs wissen nicht mehr, "was ein Bachelor eigentlich kann". Derzeit müsse er sich um die Zukunft seiner Absolventen keine Sorgen machen, drei bis fünf Anfragen aus der Industrie habe er pro Abgänger, doch er fürchte um den guten Ruf des deutschen Forschungschemikers.
Mülhaupt verteidigt die Auslese durch anspruchsvolle Standards. Es sei auch eine zentrale Aufgabe der Lehrenden, ungeeigneten Studenten schon frühzeitig Rückmeldung zu geben. Er versuche seine Studenten mit dem Berufsalltag zu konfrontieren. "Ein Chemiker muss auch handwerkliche Leistungen vollbringen. Das heißt, einen weißen Kittel anziehen, stundenlang im Labor stehen und ausprobieren, wie man Chemikalien mischt." Viele Studienanfänger träfen ihre Wahl zunächst aufgrund der hohen Gehälter in der chemischen Industrie. "Das Geld wollen sie auch gerne verdienen, aber sie wissen häufig nicht, womit."
Die Begeisterung für sein Fach hält auch den promovierten Biotechnologen Felix von Stetten, 39, an seinem Arbeitsplatz. Stetten entschied sich gegen Angebote aus der Wirtschaft und arbeitet nun als Akademischer Rat am Institut für Mikrosystemtechnik. Das junge Institut ist eine der forschungsstärksten Abteilungen der Universität Freiburg: An allen drei Freiburger Exzellenzclustern, die im Rahmen des diesjährigen Elite-Wettbewerbs ausgewählt wurden, sind die Mikrosystemtechniker beteiligt.
Stetten lobt, dass sich an der Universität Forschergeist tatsächlich ausleben lässt. "Hier reizt mich die Herausforderung im interdisziplinären Umfeld, die Grundlagen weiterzuentwickeln. An der Universität entwickeln wir kein Produkt, sondern prüfen die Machbarkeit neuer Ansätze." Das sei eine Stufe früher in der Wertschöpfungskette. Er könne dabei ein "größeres Erfolgsrisiko eingehen" als in der Entwicklungsabteilung eines Unternehmens. "Wenn ich eine gute Idee habe, kann ich etwa ein Jahr nach Einreichung des Forschungsantrags mit Geld und Personal rechnen, um sie umzusetzen."
Eine der Forschungsgruppen, die Stetten leitet, entwickelt eine Bio-Brennstoffzelle in Miniaturform. Sie soll beispielsweise medizinische Implantate mit körpereigener Energie aus Blutzucker versorgen. Mit einer anderen Gruppe forscht er an portablen Mini-Labors, die aussehen wie tragbare CD-Spieler. In sie werden sogenannte Bio-Discs eingelegt, die mit der zu untersuchenden Probe, beispielsweise Blut, befüllt sind. Das System soll am Ort des Geschehens schnelle Laboranalysen liefern, zum Beispiel um an einer Unfallstelle Leben zu retten.
Von solcher Spitzenforschung profitierten Studenten vom ersten Semester an, betont Mikrotechnik-Professor Roland Zengerle. "Wenn ein Studienanfänger zu mir kommt und mir überzeugend erklärt, dass er sich für ein bestimmtes Fachgebiet interessiert, dann findet sich sicherlich eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft", sagt Zengerle. Und das sei schon die Eintrittskarte in eine rosige Zukunft: "Aus Hiwis werden Diplomanden und Doktoranden - und die reißen mir die Unternehmen aus der Hand."
Akademische Freiheit ist ein Plus, das vor allem Universitäten bieten können. Während an Fachhochschulen häufig Unternehmen die Themen von Projekten und Diplomarbeiten vorgeben, sollen Uni-Studenten - zumindest theoretisch - ihren kleinen Teil zum Fortschritt der Erkenntnis beitragen. Nicht erst seit dem Elite-Wettbewerb stehen Universitäten wie die TU München, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Universität Karlsruhe für Qualität. Mit den Markennamen kann jeder Personalchef etwas anfangen, ob im In- oder Ausland.
Die Kehrseite müssen die Studenten ausbaden: Darunter, dass sich die Professoren auf die Forschung konzentrieren, leidet bisweilen die Lehre. Für Studenten heißt akademische Freiheit dann, dass sie im Uni-Dschungel alleingelassen werden. Eine Gruppe von Freiburger Studenten hat eine Umfrage unter Kommilitonen gestartet. Wie ist das Niveau der Lehre? Was bleibt in Vorlesungen und Seminaren hängen? Wie gut fühlen sich Studenten betreut, wie gerecht finden sie die Noten?
Das Meinungsbild, zusammengetragen unter anderem in Freiburg, Leipzig, Marburg, Frankfurt und Berlin, wirft ein schlechtes Licht auf die universitäre Lehre. Ein Jura-Student beklagt, in den Sprechstunden seien "regelmäßig nur Assistenten" anzutreffen, die wiederum keine Antwort auf Fragen zu Klausuren und Hausarbeiten geben können, weil diese von Hiwis korrigiert wurden. Namen von Beschwerdeführern würden gleich an die Professoren weitergepetzt, ein "Servicegedanke" auf Seiten der Lehrenden sei so gut wie unbekannt.
Eine Mathematik-Studentin der TU Darmstadt berichtet von chaotischen Tafelanschrieben und Vorlesungsskripten voller Rechen- und Rechtschreibfehlern. Ein VWL-Student beklagt das völlige "Auseinanderfallen von Rhetorik und Realität". Die Professoren wiesen die Studenten permanent darauf hin, "dass wir VWL-Studenten ja die zukünftige Elite des Landes darstellen würden". Zugleich würden nur Fakten stupide heruntergebetet, kritisches Denken sei unerwünscht.
Eine Studentin erzählt von ihrem entmutigenden ersten Kontakt mit der Studienberatung. Auf die Frage: "Was studieren Sie denn?" antwortete sie wahrheitsgemäß: "Geschichte und Politikwissenschaft auf Magister." Antwort: "Na, dann können Sie sich ja jetzt schon mal arbeitslos melden."
"Es gibt eine Art Stillhalteabkommen zwischen Studenten und Dozenten", beklagt eine Initiatorin der Umfrage, "nach dem Motto 'Ich tu dir nichts, du tust mir nichts'." Unter der "Entwertung der Noten" litten aber viele Studenten. "Es gibt überhaupt keine verbindlichen Standards, kein fixes Lern- und Lesepensum", so die Studentin. Leistung werde nicht honoriert, stattdessen werde "jeder mit durchgeschleppt". Der einzige Weg für leistungswillige Studenten sei, sich anspruchsvolle Professoren und Seminare zu suchen, denn dort sammelten sich die Gleichgesinnten. "Wer an der Uni etwas werden will, der schafft es schon, es ist eben mühsam."
Personalchefs honorieren solche Steherqualitäten der Uni-Absolventen. Wer sich an einer Massenuni bis zu einem sehr guten Examen durchkämpft, der behauptet sich auch in einem Großunternehmen, lautet die Logik der Auswahl durch Widrigkeiten. Hier wie dort gilt es, ähnliche Hindernisse zu überwinden: Chefs sind nicht zu sprechen, Projekttermine müssen eingehalten werden, Ergebnisse müssen erarbeitet werden, ohne dass einen jemand bei der Hand nimmt. Selbständigkeit ist eine Schlüsselqualifikation in der globalisierten Arbeitswelt.
Große Unternehmen halten deshalb vor allem an renommierten Lehrstühlen großer Universitäten Ausschau, wo sie die richtige Kombination aus Kämpfertum und Fachwissen vermuten. Von Uni-Abgängern erwarte er analytisches Fachwissen, das über die konkrete Aufgabe hinausweise, sagt Frank-Stefan Becker, Hochschulexperte bei Siemens. Bei Fachhochschülern sei dagegen vor allem die Fähigkeit wichtig, bei praktischen Aufgaben schnell Lösungsbeiträge zu leisten.
Allerdings seien die Anforderungen "nicht dramatisch unterschiedlich". "Wir suchen nicht akademische Grade, sondern Problemlöser für bestimmte Positionen und Aufgaben", erläutert Becker. Den Hochschulabschluss, sei es von einer Uni oder einer FH, vergleicht Becker mit der Eintrittskarte für eine Discothek: "Ob Sie hinterher Spaß haben und es eine gelungene Veranstaltung wird, hängt ganz allein von Ihnen ab." JAN FRIEDMANN

Aufgewertet
Etwa ein Drittel der rund 160 deutschen Fachhochschulen hat seinen Ursprung in Bildungsstätten, die ins 18. und 19. Jahrhundert zurückreichen, etwa als Staatliche Ingenieurschulen oder Akademien für bestimmte Fächer. 1968 beschlossen die Bundesländer, das Fachhochschulwesen zu vereinheitlichen. Das Hochschulrahmengesetz von 1976 passte Aufgaben und Strukturen der Fachhochschulen an die universitäre Ausbildung an.
Von Jan Friedmann

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