Das Glück trägt BUTTON-DOWN

Preppy ist eigentlich bloß der Kosename für jemanden, der eine Preparatory School besucht - natürlich nicht irgendeine, sondern eine angesehene, eine Zuchtanstalt fürs meist weiße und angelsächsische Establishment wie Andover (wo George Bush alles Wesentliche lernte) oder Bryn Mawr (wo Katharine Hepburn war). Der dazugehörige Lebensstil wird in Neu England besonders augenfällig, kommt aber auch in den Südstaaten und im Westen vor; er hat mit Preparation (Vorbereitung) wenig zu tun und leitet sich, nach Ansicht des Schriftstellers Erich Segal ("Love Story"), in Wahrheit von preposterous (widersinnig) ab.
Von Claudius Seidl

DER SPIEGEL 2/1996

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