01.01.1995

Unterm Strich

Karasek, 61, ist SPIEGEL-Autor
Ein Feuilleton schreiben, so Karl Kraus, heißt, auf einer Glatze Locken drehen. Alfred Polgar, der selbst die allerliebsten Feuilletons geschrieben hat (wer's nicht glaubt, lese sein Feuilleton über "Das Reh" nach), sagte, ein Feuilleton sei ein Nichts, aber in Seidenpapier. Feuilletonisten wären demnach Brüder und Schwestern in Christo: Verpackungskünstler.
Aber dieses Feuilleton war ein Feuilleton zu einer anderen Zeit, als man über Rehe und stehengebliebene Turmuhren (Polgar), über Löcher im Schweizer Käse und Löcher an sich (Kurt Tucholsky) Feuilletons schrieb. Feuilletonisten hießen Victor Auburtin und Polgar und Peter Altenberg und vielleicht sogar Robert Walser und Robert Musil. Letzterer beispielsweise mit Seidenpapiergedanken darüber, ob ein Pferd lachen könne.
Feuilletons waren Teile der Zeitung "unterm Strich", in denen man in alten Zeiten auch Romane in Fortsetzungen druckte, unten auf Seite 1 oder Seite 2, etwa ein knappes Drittel der Seite füllend, mit einer Technik, die einem das Zerschnippeln spannend macht: "Und er küßte sie auf den ... Fortsetzung folgt."
Dieses "Unterm-Strich"-Feuilleton habe ich in jungen Jahren noch erlebt, damals gab's das bei der Frankfurter Allgemeinen auf Seite 2 und bei der Stuttgarter Zeitung auf Seite 2, aber das waren kaum noch Betrachtungen über die Turmuhr und die Schwalben oder (von Joseph Wechsberg) über die Küche des jungen Paul Bocuse (die damals noch nicht "Nouvelle" hieß und erst recht nicht veraltet war).
Nein, dergleichen war längst in die Samstagsbeilagen abgewandert, die in schöner Fünfziger-Jahre-Entrücktheit "Zeit und Raum" oder "Welt und Ort", "Brücke zur Welt" oder "Bilder und Zeiten" hießen (und noch heißen). Oder so ähnlich. Im Feuilleton dagegen, unterm Strich, wurde schon gnadenlos rezensiert. Da gab's Theaterkritiken, Musikkritiken, Ausstellungsberichte, Opernkritiken, kurz: all das, was das Feuilleton bis heute zum beneideten Gespött der Kollegen in den anderen Zeitungsressorts gemacht hat.
An diese Drittelseite unterm Strich, die samstags bei der Stuttgarter Zeitung unser einziges Feuilleton war, denke ich noch gern zurück. Es war schmaler, gut zu nutzender Raum, wenn in Zürich Frischs "Biedermann und die Brandstifter" oder Dürrenmatts "Meteor" Premiere hatten.
Dort brächten heutige wortgewaltige Kollegen wie Peter Iden, Theaterkritiker der Frankfurter Rundschau, oder sein Film- und Literaturfachkollege Wolfram Schütte ihre Rezensionen, gespickt mit Wissen und Zorn, Erfahrung und Verachtung, nicht mal mehr zur Hälfte unter.
Das Feuilleton, will ich sagen, hat sich seitdem - also seit es dem Besprechungszwang des Terminkalenders gehorcht - ganz schön gebläht.
In Zeitungen, die auf sich und ihre Leser halten ("Dahinter steckt immer ein kluger Kopf"), überregionale also und wochenweise erscheinende, gibt es das Feuilleton inzwischen seitenlang, Zeitungs-"Buch"-dick. Da steht der Kunstmarkt und der Bericht über die kulturelle Stimmung aus der fernen Metropole, da wird die Theaterschließung in Stadt A beklagt und die fehlende Sichtschärfe beim "Weißen Rößl" in Stadt B moniert.
Es fehlt die große Ausstellung und die bedeutende Wiederentdeckung nicht. Das restaurierte Palais in der künftigen Hauptstadt, bisher verfallen und verkommen, wird man ebenso finden wie das Jubiläum des greisen Hollywood-Stars, der entweder erstaunlich rüstig oder leider fast tot ist - aber dem die vergeßliche Gegenwart immer durch ihr undankbares Gedächtnis ein Unrecht zugefügt hat.
Ja, die Feuilletons sind inzwischen erweitert, haben ihre klassischen Grenzen (die Musik, Literatur, Theater, Bildende Kunst, auch Architektur, umschlossen) längst verlassen - Fernseh-Erweiterungen und TV-Themen gibt es: Ferklige Kabarettisten wie Helge Schneider ("Pfui Deibel!") kommen vor und wen Thomas Gottschalk einlädt und nix fragt, oder ob die Schreinemakers flunkert, wenn sie mitleidvoll mit Männern spricht, denen ihre Frauen die Hucke vollgehauen haben.
Natürlich gehören der TV-Talk und der Hollywood-Dinosaurier inzwischen längst mit dem gleichen Recht ins Feuilleton wie die Landtagsdebatte über die Mittel für die Renovierung einer Kirche oder gar der neueste Video-Clip von Madonna.
Das größte und umfangreichste deutsche Feuilleton ist das der Frankfurter Allgemeinen. Und es ist zweifelsohne auch das weitaus beste. Das liegt nicht nur an dem flächendeckenden Interesse, das die FAZ den wichtigen kulturellen Themen entgegenbringt. Sie hat auch Autoren, die schreiben können und dies nicht als Freiübung, sondern nah an ihrem Gegenstand exerzieren.
Dabei ist das Feuilleton nicht einmal aufs Feuilleton beschränkt. Wer beispielsweise mit Vergnügen lesen konnte, was Bernhard Heimrich aus London über die Ungelegenheiten im englischen Königshaus berichtet und mit spezifisch britischem Witz formuliert, möchte an das Ende des feuilletonistischen Zeitalters (wie es einst schon Hermann Hesse im "Glasperlenspiel" beschworen hat) nicht glauben.
Daß Ulrich Weinzierl (der Biograph Schnitzlers und Mitherausgeber Polgars) mit jenem polgarschem Witz formuliert, dessen elegische Eleganz Balsam auf die Wunden ist, die er schlägt, nimmt nicht wunder und ist doch ein Wunder. Autoren wie Dirk Schümer und Jens Jessen haben einen gnadenlosen Blick für das Absurde der Zeitgenossenschaft und die nötige Bildung, um es einzuordnen. Und wer könnte das Gegenwartstheater mit guten Gründen und blendenden Formulierungen (auf den Spuren von Georg Hensels wundersamen Theatergeschichten) ungerechter haßlieben als Gerhard Stadelmaier?
So könnte man fortfahren zu schwärmen, müßte man nicht anfügen, daß der literarische Zuchtmeister Marcel Reich-Ranicki (der Boden war, unter anderem, durch Friedrich Sieburg bereitet) der Literatur in der täglichen Rezension, der wöchentlichen Beilage, den großen Messe-Sondernummern und, beispielsweise, den Gedichtinterpretationen der "Frankfurter Anthologie" mit kompetenten Rezensenten einen geistigen Raum geschaffen hat, der, zumindest in Deutschland, seinesgleichen sucht. Und auch die zeitgeschichtlichen Debatten nach der Wiedervereinigung fanden in der FAZ das nötige Forum - der Historikerstreit wurde allerdings nirgends fürchterlicher geführt, solange sich die FAZ als Podest Ernst Noltes empfand.
Wollte man sich, auch überregional, über Musik informieren, so hat man stets, neben der FAZ, die Süddeutsche Zeitung zur Hand genommen, wo als klassische (Klavier-)Instanz Joachim Kaiser schrieb und schreibt und wo dem Jazz Werner Burkhardt sein witziges Verständnis zukommen läßt.
Natürlich gab es da auch die dem deutschen Film über den Tod hinaus die Nibelungentreue haltenden Rezensionen Peter Buchkas und, im Kontrast dazu, Hollywood-Ergüsse seiner jungen Kritiker, die alle noch mehr gelesen als gesehen haben - schreibende Kompendien der Kinobefindlichkeit.
Und es gab den Versuch des neuen Kulturchefs Johannes Willms, den Rezensionsfeuilleton-Kulturteil wieder zum Feuilleton alten Stils zurückzuverwandeln. Mangels Feuilletonisten, die auf Glatzen Locken drehen können, entsteht so viel Leerlauf. Aber Essays wie der von mitleidender Bosheit funkelnde Annette Meyhöfers über die "Geliebte" oder maliziös kenntnisreiche Stadtporträts wie das von Verena Auffermann über das Frankfurter Westend oder ein giftig übermütiges Feuilleton wie das von Elke Schmitter über Tiedjes Flachzeitschrift Tango sind Früchte des Willmsschen Erneuerungsfurors, die sich lesen lassen. Jürgen Busches offenbar durch nichts zu bremsender Artikulationszwang (medizinisch auch Diarrhöe genannt) macht das Feuilleton ohnehin voll, wenn gar nichts mehr hilft - wie einst Günther Rühle das der FAZ.
Das Feuilleton der behäbigen Wochenzeitung Die Zeit schmort, selbstgenügsam bis selbstgefällig, im eigenen Saft - einem ranzigen Bodensatz der Nach-68-Latzhosenrevolte, der grau und kahl gewordenen antiamerikanischen Kids mit Nickelbrille und Sandalen, eine oft gruselige Mischung aus Hochmut, nein, nicht einmal Hochmut, sondern bestenfalls Hochnäsigkeit und humorlosem Bildungsdünkel. (Ausnahmen: etwa die Filmkritik und das, was Manfred Sack über Städtebau und Architektur schreibt.)
Als Fritz J. Raddatz 1985 auf Goethes Bahnhof den Zug verpaßte und ersetzt werden sollte, einigte sich das in erstarrten Fachressorts verbeamtete Feuilleton auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, auf Ulrich Greiner. Aus Angst, es könnte von außen jemand mit Kraft und Impuls, ja Erneuerungswillen über das routiniert dahinächzende Feuilleton kommen, wählten die Mitglieder (ähnlich wie die SPD Scharping) Greiner als blassen Statthalter, der sich kaum mit Fug und Recht einmischen würde.
Schon Raddatz liebten seine Untertanen aus ähnlichen Gründen: Während er sich umtriebig in den feinsten Gesellschaftskreisen herumbalgte, konnten die Amtswalter ihr Süppchen jede Woche nach alten Rezepten kochen.
Am exzessivsten Benjamin Henrichs, der seit über 20 Jahren breitgewalzt und gravitätisch als Theaterbuchhalter sein Recht auf Träume einklagt, das natürlich auf höchstem subventioniertem Niveau zu erfolgen habe.
In seiner längst bürokratisch abgeschlafften Sprache träumt der träge Gewordene in klappernden Gegensatzpaaren den besseren Tagen des deutschen Theaters nach - und entgegen.
Ach, alles ist schal geworden: "Die Revolution frißt ihre Kinder. Das Staatstheater frißt seine Kinder nicht, sondern mästet sie." Aus solch sinnlos gedrechselten Antinomien bestreitet Henrichs den einen, immer wiederkehrenden elegischen Gedanken: Alle sind alt wie Peymann, Stein oder Zadek. Oder tot wie Thomas Bernhard. Bei jüngerem Theater (Frank Castorf) entdeckt B.H. "noch immer" seinen "Körper" als "zuverlässigsten Theaterkritiker"; er bekommt prompt "eingeschlafene Füße", und so liest sich das auch: "Das Theater schlägt um sich - und wenn es nicht mehr kann, dann dämmert es dahin."
Die Produktion derartiger Bauernregeln ist die Stärke B.Hs.: "Stumm ist das Leben, schwatzhaft die Kunst." Oder auch: "Wer tot ist, ist stumm." Früher sei Robert Wilson "wahrscheinlich der größte" Magier gewesen, jedoch jetzt! "Seit geraumer Zeit aber zeigt uns der Zauberer nur noch die Gerätschaften seines Gewerbes, nicht mehr den Zauber selber." Und gleich noch ein Sprichwort aus der Henrichs-Schnitzerei: "Die Kunst plaudert, ihr Genius schweigt."
Der plappernde Henrichs dagegen sieht die Bühne, "statt ins Schreckensland der Liebe, ins Niemandsland der leerlaufenden Theatertechnik" schwinden. Unverdrossen beschwört er "das alte Ungeheuer namens Liebe": So was sollte man eigentlich singen!
Besinnlichkeitskitsch zündet immer wieder Betroffenheitskerzen an: "Letzter Akt, letzte Szene. Die Bühne stockfinster, fast menschenleer. Belmont kann sehr kalt sein. Doch ans Ende der Aufführung setzt Sellars ein Lichtzeichen: Bassanio geht zu Portia und legt ihr seine Jacke um die Schulter. Schluß. Die Komödie ist keine Komödie geworden. Aber erfrieren muß deswegen keiner." Vor allem, da die deutschen Stadttheater in der Regel gepolstert und geheizt sind.
Henrichs hatte, kann ja mal passieren, die erste Premiere des damals neuen Hamburger Thalia-Oberspielleiters, Guy Joosten, die "Möwe" von Tschechow, als einziger Rezensent in seiner Kritik hymnisch gefeiert. Monate später hatte Joosten Aufführung für Aufführung in den Sand gesetzt, schließlich verunglückte er total mit Shakespeares "Othello". Da mußte selbst Henrichs von ihm abrücken. Also erwähnte er noch einmal das "verheißungsvolle Debüt": Die "Möwe", so die abstruse Volte, sei gut gewesen, weil Tschechow sich sozusagen von selbst inszeniere: "Doch so produktiv es ist, Tschechow nicht hineinzureden (weder mit heißer Rührung noch mit kaltem Witz), so lähmend ist es, zu Shakespeare nichts zu sagen oder nichts sagen zu wollen. Tschechow ist ein Gerechter, da geht's um Wahrheit. Shakespeare ist ein Monster, da geht es ans Leben."
Und ist Mozart ein Vollender, da geht es um die Liebe? Und Goethe ein Universum, da geht es ums Ganze? Und Schiller ein Schwärmer, da geht es ums Ideale? Und Henrichs ein Schreiber, da geht es in die Hose? Wenn dieser Kultur-Wichtel sich vor Bewunderung nicht mehr halten kann, dann nennt er jemanden (vorwiegend Shakespeare und Thomas Bernhard) erschaudernd "Monster". Als persönliche Duftmarke setzt B. H. zwischen seine langen Absonderungen mit Vorliebe trennende Sternchen, dem Leser zur Rast und sich zum Ruhm.
Aus Anlaß des Weggangs des Dramaturgen Sturm von der Schaubühne schrieb Henrichs: "Und Dieter Sturm, so faseln wir frohgemut weiter, wird in Salzburg seinen alten Meister Peter Stein labyrinthisch inspirieren, Steins Theater aus seinem frühaltmeisterlichen Starrkrampf erlösen. So daß es auf einmal nicht nur eine (und schon gar nicht keine), sondern gleich zwei wahre Schaubühnen gäbe. Laßt uns träumen!"
Daß sich die Zeit angesichts dieser wöchentlichen frohgemuten Faseleien und labyrinthischen Inspirationen die ständige Häme "Journalistenpoesie" leistete und sie jetzt weiter im "Mosaik" oder als "Das Letzte" fortsetzt, in der sie z. B. über dpa-Reporter, die sich in B. Hs. Theater wagen, herfällt, das läßt sich nur nach dem Motto "Haltet den Dieb!" erklären. Denn auch folgendes stand, vom ständigen Betreuer der Sparte E-Musik Heinz Josef Herbort abgesondert, so, zwischen zwei Sternchen, versteht sich, in der Zeit:
Schon in den Takten 8 und 9 der Ouvertura zu "Cosi" nimmt Mozart in den tiefen Streichern das spätere Motiv über das "So machen es alle" in einer Andeutung vorweg und bestätigt diese dann in einer wiederum motivnahen Kadenz in den Takten 12 bis 14. Riccardo Muti nutzt die Gelegenheit der beiden Zwischentakte zu einer in pathetischem Ritardando gefühlig gemachten "Nachdenk"-Phase ...
Den gleichen Effekt kann man - und Sir Colin Davis läßt sich das nicht entgehen - herstellen, wenn man die Bläser- und Streicherbewegungen ab Takt 23 der "Giovanni"-Ouvertura taktweise addiert und dabei aus jedem einzelnen Takt ein Seelengemälde von Steigerungswellen herstellt - während der eigentliche Steigerungsvorgang über eine Sequenz von - nun ja, wieder einmal - vier Takten von d über es und f nach g verläuft. Das kann doch so schwer nicht zu begreifen sein.
Aber wer will das schon begreifen? Und der dies alles Woche für Woche ermöglichte, Ulrich Greiner, hat sich inzwischen selbst auf Abruf gestellt.
Aus einem redaktionsinternen Konflikt konstruierte der gekränkte Feuilletonist einen Generationsgegensatz zwischen sich, der sich zum 68er stilisierte, der er beim besten Willen nie war (er war ein kreuzbraver Literaturredakteur, ein Junker Bleichenwang im FAZ-Feuilleton), und der Nachfolgegeneration, die den nicht zur Kommunikation Fähigen abservieren wollte, nachdem er Spuren eines Eigenlebens trotzig an den Tag legte.
So schrieb er jetzt, um sein privates Pech zum politischen Generationskonflikt zu verbreitern, Dichter (wie Botho Strauß) seien gerade durch sprachliches Ungeschick als solche zu erkennen. Das Neue, Dunkle sei daran zu ahnen, daß der Schreibende es noch nicht artikulieren könne.
Greiner liebt das raunende, kaum artikulierte Schreiben, soviel ist wahr. Und so verstieg er sich jetzt, in einem Jubiläumsaufsatz für sein Idol Hans Henny Jahnn, zu der These: "Wer ihn (Jahnn) aber liest (liest im Sinne von Musil), wird eine Erfahrung machen, die keiner anderen Leseerfahrung gleichkommt. Und wer daraus wieder auftaucht, ist ein anderer."
Diese existentielle Prahlerei vom anderen, besseren Rezensenten nach gehabter Lesemühe entspringt einer neuen deutschen Innerlichkeitssucht: Je chaotischer es brodelt, je dunkler und unverständlicher es hervorbricht, um so tiefer, wahrer, existenzumstürzend muß es sein.
Und wie schreibt ein anders gewordener Greiner? "Jahnns Merkmal ist die Erschöpfung der Sprache im doppelten Sinn: als höchste Ausprägung und als Ermattung vor dem Gegenstand." Und: "Seine Sprache bleibt hinter dem Erkenntnisanspruch derart zurück, daß die Unerreichbarkeit, die Unbegreiflichkeit des Angezielten bewußt wird. Die rationale, intelligible, konstrukthafte Seite von Sprechen und Sprache reicht momentweise nicht heran an die Peripetien des Werks, an die konvulsivischen Höhepunkte."
Da schweigt des Genius Höflichkeit, würde Henrichs, ließe man ihn nur faseln, konstatieren. Und zwar frohgemut und mit eingeschlafenen Füßen.
Von Hellmuth Karasek

SPIEGEL SPECIAL 1/1995
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


SPIEGEL SPECIAL 1/1995
Titelbild
Abo-Angebote

Sichern Sie sich weitere SPIEGEL-Titel im Abo zum Vorteilspreis!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

  • Videoanalyse aus Brüssel: "Der Gipfel droht zum Frustgipfel zu werden"
  • Nordsyrien: 120 Stunden Gefechtspause
  • Walkadaver in der Tiefsee: Gefundenes Fressen
  • Kuriose Operation: Flügeltransplantation für Schmetterling