23.08.2016

Vielseitiger Gentleman sucht...

Pflegebedürftige könnten sich in Zukunft den Tee vom „Care-O-bot“ servieren lassen. Pflegebedürftige könnten sich in Zukunft den Tee vom „Care-O-bot“ servieren lassen.
Die Pressemitteilung liest sich wie eine Kontaktanzeige: Er sei zuvorkommend, freundlich und sympathisch wie ein Gentleman. Er könne die Zeitung bringen, Kaffee einschenken oder den Tisch abräumen. Gemeint ist der "Care-O-bot", ein Kasten auf Rädern. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung hat zusammen mit zwei Unternehmen diesen Serviceroboter entworfen. Es gibt ihn bereits in der vierten Generation, der Nutzer bedient die neueste Version per Touch-screen auf dem Kopf. Der digitale Diener hat ein Ohr für die Wünsche seines Nutzers, er verfügt über Mikrofon und Kamera. Eingesetzt werden soll er als Informationsroboter in Museen, Baumärkten oder Flughäfen. Aber auch für Hol- und Bringdienste in Büros oder zu Hause soll er gut sein. Ganz so weit, wie es klingt, ist der Care-O-bot aber noch nicht. Für reale Einsätze müsse er in der Regel angepasst werden, sagt Ulrich Reiser, Ingenieur am Fraunhofer-Institut. In Pilotprojekten werde derzeit die Praxistauglichkeit erprobt. "Bis er in häuslichen Umgebungen als persönlicher Assistent für Endverbraucher eingesetzt werden kann, wird noch einige Zeit vergehen."

SPIEGEL WISSEN 4/2016
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