10.11.2009

Ein Klappbett für Casanova

Andere Länder, andere Betten. Die Schlafstätte dient als Statussymbol und Sammlerstück, als Geldanlage und Reisemobil, als Schreibgruft und Sexverstärker - eine kleine Kulturgeschichte des Bettes.
Das schönste Bett hat keine Beine. Schon die Minnesänger des Mittelalters - tandaradei - rühmen die geblümte Liegewiese als Liebeswiese: "Under der linden / an der heide / da unser zweier bette was ..."
Mehr als ein Dreivierteljahrtausend nach dem mittelhochdeutschen Troubadour Walther von der Vogelweide besingt ein neudeutscher Barde namens Jürgen Drews - nanananana - abermals die Sehnsucht nach Blümchen-Sex unterm Himmelszelt: "Ein Bett im Kornfeld, zwischen Blumen und Stroh ..."
Ebenso populär wie der Schlager aus dem Jahre 1976 ist wenig später eine schräge Persiflage mit dem Titel "Ein Korn im Feldbett". Das militärische Schlafmöbel weckt Assoziationen an Schlafstätten ganz anderer Art - Erinnerungen an Lazarette und Lager, in denen während der Kriege des 20. Jahrhunderts Abermillionen leiden und sterben.
Dabei kann sich, wer im Feldbett liegt, noch vergleichsweise glücklich schätzen. Ungezählte Soldaten müssen in Krieg und Gefangenschaft auf freiem Feld kampieren, ohne irgendein Bett. Dort buddeln sie sich - wie einst der Urmensch - Schlafgruben, bestenfalls ausgepolstert mit Laub, Gras und Reisig.
Gleich den Flüssen, die sich selbst ihr Bett ins Erdreich fräsen, verlieren jahrtausendelang ganze Völkerscharen von Unbehausten auch des Nachts nie den Bodenkontakt. Und so wie heute in den Metropolen Bettler auf dem Pflaster pennen, im Schutz eines Ladeneingangs oder eines Brückenbogens, lagern in den Hochkulturen der Antike die meisten Menschen auf dem Erdboden, von dem sie allenfalls Stroh oder eine Matte trennt; spezielles Schlafmobiliar ist für die Massen unerschwinglich.
Auch im alten Ägypten liegen die Untertanen in Staub und Asche, während die Obrigkeit in prächtigen Hochbetten unter Moskitonetzen nächtigt. Erreichbar ist das vierpfostige Prunklager, auf Ebenholzbeinen mit goldenen Katzentatzen, nur über eine Treppe. Am Kopfende verhindert eine Stütze aus Türkis und Lapislazuli, dass der Hohepriester sich die Hochfrisur ruiniert.
Alles andere als spartanisch muten auch die Betten mächtiger Griechen an. Die elegante "kline", Wortpatin aller Kliniken, ist ein rechteckiger Rahmen, bespannt mit purpurfarbenen Riemen aus Stierleder, bedeckt mit Linnen, Fellen und Wolldecken. Die Bettstatt steht auf Elfenbeinfüßen, die Kissen kommen aus Karthago, die Matratzen aus Milet.
Die alten Perser wiederum - offenbar so feinfühlig wie die legendäre Prinzessin auf der Erbse - stellen ihre ohnehin bestens gepolsterten Betten zusätzlich auf dicke alte Perser. Über all der Pracht rankt güldenes Blattwerk mit blinkenden Edelsteinen.
Und natürlich ruht ein Weltenlenker wie Alexander der Große auf einem goldenen Bett mit goldenem Baldachin, platziert in einem Zelt mit 50 goldenen Pfosten. Auf diesem Prunkbett liegend, umgeben von 500 Leibwächtern, pflegt der Eroberer seine Heerführer zum Lagevortrag zu empfangen.
Einen Höhepunkt erreicht der antike Bettenluxus bei den Römern, deren pompöse Speiseliegen, verziert mit Intarsien aus Gold, Silber und Schildpatt, gleichermaßen zum Schlemmen wie zum Schlummern taugen. Mit dem Niedergang des weströmischen Reiches allerdings zerfällt in ganz Europa die Bettkultur.
Vandalen, Hunnen und andere Wandervölker, die nun den Kontinent durchstreifen, brauchen keine feste Bettstatt. Die Konsequenz hat der Schriftsteller Kurt Kusenberg in seinem Buch "Lob des Bettes" (Untertitel: "Eine klinophile Anthologie") beschrieben: "Ab 450 schlief alle Welt auf Strohsäcken, und erst mit Karl dem Großen zog wieder das Bett in Europa ein."
Doch auch nachdem Karl im Jahre 800 zum Kaiser gekrönt worden ist, bleibt vielerorts Stroh die wichtigste Unterlage; auch Schlafplätze auf Wandbänken oder in moosgefüllten flachen Truhen sind gebräuchlich. Ein eigenes Bett steht nur den Vornehmsten zu. Ritter und andere Gefolgsleute müssen sich zu zweit oder zu dritt ein schmales Lager teilen, Besucher nächtigen im Stall.
Für Komfort in der Kemenate sorgen im 12. und 13. Jahrhundert mehr und mehr Bettrahmen, die mit Stricken überspannt sind, dazu seidenbezogene Pelze und Kissen mit Adler- oder Eiderdaunenfüllung. Vor Kälte schützen nicht nur in Küstenländern Schlafbutzen oder dicke Vorhänge, letzter Schrei ist bald der Baldachin, getragen von hohen Säulen. Deren Füße werden in Wassernäpfe gestellt - in der (zumeist trügerischen) Hoffnung, die allerorten auf der Lauer liegenden Wanzen fernzuhalten.
Mit zunehmender Prachtentfaltung wachsen die Himmelbetten in die Höhe und in die Breite, bis der Alkoven im 15. Jahrhundert schließlich wie ein Häuschen im Haus steht und Platz genug für eine ganze Familie bietet, bisweilen auch für die fürstlichen Hofzwerge und für die Lieblingstiere. "Was mich recht warm im Bett hält", schreibt Liselotte von der Pfalz, "sind sechs kleine Hundchen." Als Auszeichnung oder als Versöhnungsgeste nach blutigen Fehden gilt in jenen Tagen das Angebot, mit dem Hausherrn das Nachtlager zu teilen.
Mehr und mehr wird das Bett im späten Mittelalter zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. So wie einst Alexander im 4. Jahrhundert vor Christus seine Heerführer an sein Goldbett befahl, präsentieren sich Frankreichs Könige vom 14. Jahrhundert an bei offiziellen Anlässen auf einem Thron in Bettform, im "lit de justice".
Die Untertanen bewundern die royalen Auftritte im "Bett der Gerechtigkeit" als souveräne "Kombination von Lässigkeit und Autorität" und als Ausdruck "sozialer Überlegenheit" (so ein Chronist) - und kopieren prompt die königlichen Bettbräuche. Im Paradegemach (chambre de lit) vieler Herrensitze stehen bald spezielle Prunkbetten, in denen werte Gäste empfangen und teure Tote aufgebahrt werden.
Im Protzbett kassieren Wöchnerinnen von Stand die Glückwünsche zur Hervorbringung eines Stammhalters. Frischvermählte empfangen dort am Morgen nach der Hochzeitsnacht die Gratulanten. Witwen nehmen unterm Baldachin die Beileidsbekundungen der Trauergäste entgegen.
In prächtigen Betten begegnen listige Mätressen ihren hochgestellten Liebhabern, um nicht selten zwischen Kissen und Küssen Intrigen zu spinnen und die Staatsgeschicke mitzubestimmen. Kurtisanen, die besonders verführerisch wirken wollen, bevorzugen, um ihre vornehme Hautblässe noch zu betonen, Laken aus schwarzem Satin.
In der Renaissance gelten Betten nicht nur als Lusthäuschen und Luxussymbole, sondern auch als Sammelstücke. Frankreichs Sonnenkönig Ludwig XIV. nennt nicht weniger als 413 Schlafstätten sein Eigen, davon 155 übergroße Exemplare. Sein Lieblingsbett in Versailles gleicht in Format und Fasson einem Hochaltar. Das Bett von Bayerns Märchenkönig Ludwig II. auf Schloss Neuschwanstein ist gar einer Kathedrale nachempfunden; am Dekor werkelten 14 Schnitzer mehr als vier Jahre lang.
Auch als Sparkasse dienen die Prachtstücke bisweilen. Englands König Richard III. hortet Gold im doppelten Boden eines Bettes, das er auf Reisen mit sich führt. Ein Quartiergeber in Leicester, der nach Richards Tod den Schatz im Geheimfach entdeckt und ihn sich aneignet, wird über Nacht zum Krösus.
Als Reisemobil, getragen von sechs kräftigen Männern, dient die prunkvolle Bettstatt des französischen Kardinals Richelieu, der sich darin auf Straßen und Wasserwegen durch ganz Frankreich befördern lässt. Ist ein Haus- oder Stadttor zu schmal für das extrabreite Bett, werden kurzerhand Wände und Mauern aufgebrochen, um den Weg frei zu machen für den ungekrönten König.
In England können sich auch Bürgerliche mal eine Nacht auf der Luxusliege leisten, etwa in dem berühmten, fast dreieinhalb Meter im Quadrat messenden "Great Bed of Ware". In der Grafschaft Hertfordshire im Gasthof "Zum Mohrenkopf", mieten Reisende im 17. Jahrhundert die schon von Shakespeare erwähnte Schlafstatt zum Rudelpennen (mit bis zu 15 Reisenden) und, häufiger wohl, für amouröse Stunden - sofern sie nicht das Gerücht abschreckt, in dem Monstermöbel (das heute im Victoria and Albert Museum in London ausgestellt ist) spuke ein Nachtgespenst.
Als Sexmaschine angeboten wird, kaum kaschiert, im London des 18. Jahrhunderts ein anderes Riesenbett, ausgestattet mit Glassäulen und Parfumdüsen, Magneten und obskuren elektrischen Apparaten, das ein Quacksalber schon mal für mehrere tausend Euro heutigen Werts pro Nacht vermietet. Der Apparatismus, verspricht der Scharlatan, sorge für "diese süße, wellenartige, kitzelnde, vibrierende, seelenlösende, markschmelzende Bewegung, die bei bestimmten kritischen und wichtigen Anlässen gleichzeitig so nötig und so angenehm ist".
Giacomo Casanova, Experte für einschlägige Bewegungen, bezeugt in seinen Memoiren das Aufkommen einer technischen Neuerung anderer Art: des raumsparenden Klappbetts. Bevor eine Nonne namens Maria Magdalena dem Verführer ihre Gunst gewährt, klappt sie "mit einem Griff das Sofa auseinander ..., und im Nu ist ein prächtiges, breites und bequemes Bett bereit".
Lange halten sich in Europa - andere Länder, andere Betten - gewisse nationale Unterschiede in der Schlafkultur. Im puritanischen England, so schrieb 1963 das britische Autorenpaar Mary Eden und Richard Carrington in einer "Kleinen Philosophie des Bettes", seien die Schlafstätten in erster Linie Respekt erheischende Möbel, "in denen man geboren wird oder stirbt". Ganz anders aber dächten die "frivoleren Bewohner" des Kontinents, die zum Erstaunen der beiden englischen Autoren "anscheinend aus irgendwelchen Gründen das Bett immer und in erster Linie mit Erotik verbinden".
"Verführerisch elegant und feminin" seien daher die Schlafmöbel der Franzosen, die Ende des 19. Jahrhunderts laut einer zeitgenössischen Enzyklopädie sage und schreibe 69 verschiedene Betttypen kannten. Dagegen komme einem, so das Duo Eden/Carrington, angesichts der Tristesse englischer Nachtlager der "bloße Gedanke", man könne sie auch für "amouröse Tändeleien" benutzen, "schon fast blasphemisch vor".
Mit der Neuzeit setzt der Niedergang der überkommenen Bettkultur ein. Das Schlafzimmer wird vom Gesellschaftsraum zum Inbegriff der Intimsphäre, das Bett zum Rückzugsort für Verzweifelte und zum Asyl für Arme. Viele nutzen die Horizontale als Arbeitsplatz - und das keineswegs nur Prostituierte.
Marcel Proust, Marc Twain und viele andere Autoren schätzen die Matratze als Schreibunterlage, ganz im Sinne des Kabarettisten Werner Finck: "Meines Lebens A und Z / Sind der Diwan und das Bett." Thomas Hobbes bedeckt bei mathematischen Studien im Bett die Laken mit geometrischen Figuren. Und Joachim Ringelnatz widmet seiner Molle eine Hommage mit dem Titel "Mein Riechtwieich".
Andere allerdings hüten unfreiwillig das Lager. Den Dichter Heinrich Heine zwingt Krankheit, wahrscheinlich Syphilis im Endstadium, in die Pariser Matratzengruft, wo er seine schönsten Werke schreibt. Der malade Maler Henri Matisse arbeitet vom Krankenbett aus mit Hilfe langer Stangen, an denen seine Pinsel befestigt sind. Und als Notquartier dient die Kissenkiste all den Hungerkünstlern, denen es an Kohle fehlt, um ihre klamme Kammer zu beheizen. Mit dem bettlägrigen "Armen Poeten", der unterm Regenschirm Flöhe knackt, setzt der Maler Carl Spitzweg den brotlosen Künstlern 1839 ein bleibendes Denkmal.
Mit der Bettenmode wechselt immer wieder auch die Bettmode. War es bis ins Hochmittelalter üblich, sich nackt ins Laken zu wickeln, tritt im 15. Jahrhundert das Nachthemd seinen 400-jährigen Siegeszug an - samt der Schlafmütze, über deren Beschaffenheit ein Zeitgenosse 1602 notiert: "Es soll auch die Nachthaube oben ein Loch haben, wodurch der Dampf kann hinaus gehen."
Und so wie in der Neuzeit der Pyjama (und später wieder das Nacktschlafen) das Nachthemd ablöst, so verdrängt im 20. Jahrhundert das industriell gefertigte Kastenbett das kunstvoll geschreinerte Bett von einst - Prunk ist nicht länger Trumpf.
Um die Jahrtausendwende zielt die Nachfrage auf eher schlichte, erschwingliche und möglichst bandscheibengerechte Betten. Sozial Schwache bevorzugen Produkte wie das Paket Pressspanbretter zur Selbstmontage für 89,90 Euro, inklusive Imbusschlüssel - wenn sie denn überhaupt noch das klassische Bett wählen, den Vierbeiner.
Die Globalisierung hat Alternativen populär gemacht, vom japanischen Futon bis zur indianischen Hängematte. Globetrotter schwören auf die Kombination aus Isomatte und Schlafsack, Luftmatratzen dienen als Gästebetten.
All das ist fraglos komfortabler als jene Schlafstätten, die bis ins 20. Jahrhundert in den Logierbetrieben von Hafenstädten in aller Welt offeriert wurden: Matrosen und andere Heimatlose hocken auf roh gezimmerten Bänken, den Kopf gebettet auf die Arme, die wiederum auf einem Seil ruhen, das quer durch den Saal gespannt ist. Endet die gekaufte Schlafzeit, lockert der Logierunternehmer das Seil, und - plumps - jeder Weckruf erübrigt sich.
Merke: Nicht nur das schönste, auch das schrecklichste Bett hat keine Beine.
Von JOCHEN BÖLSCHE

SPIEGEL WISSEN 4/2009
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