14.10.2017

Jeder dritte Student wirft hinAusweg Ausbildung

In der Schule ging es irgendwie: Man war nie ein Überflieger, hat aber ein passables Abi gebaut, anschließend sogar einen Studienplatz ergattert. Geschafft. Die erste Hürde ist genommen, hat man gedacht. Doch schon im ersten Semester ging der Stress weiter, nur heftiger: Öde Vorlesungen, langweilige Hausarbeiten, dröge Fachaufsätze. Zu den schlechten Noten kam nun Dauerfrust dazu. Das Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hat herausgefunden: Wer schon in der Oberstufe regelmäßig weggedämmert ist, wenn es abstrakt wurde, beißt sich auch an der Uni nur schwer durch. Und stellt sich schnell die Frage: Soll ich hinschmeißen? Das Ergebnis ist bekannt: Jeder dritte Student verlässt die Uni ohne Abschluss. Niemand macht sich die Entscheidung leicht. Aber die Studie zeigt auch, dass sie nicht das Ende der Welt bedeutet. Schon nach sechs Monaten haben fast alle Abbrecher etwas Neues gefunden. Die meisten Exmatrikulierten, 43 Prozent, haben eine Ausbildung begonnen. Das passt zum Wunsch, "etwas Praktisches zu tun", den 15 Prozent als Grund für ihren Abschied von der Uni nennen. Ein Drittel der Ex-Studenten jobbt, nur jeder Zehnte ist arbeitslos.

UniSPIEGEL 5/2017
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