23.05.2005

MBA-Studiengang / KorruptionspräventionBetrügern auf der Spur

Die private Steinbeis-Hochschule Berlin bietet ab kommendem September einen »Master of Business Administration« mit der Vertiefung »Risk & Fraud Management« an. Zu deutsch: Umgang mit Risiken und Verhinderung von Korruption. Die Absolventen der auf zwei Jahre ausgelegten postgradualen Ausbildung sollen Wirtschaftskriminellen das Handwerk legen. Das Fach gehe weit über die Bekämpfung der klassischen Korruption, bei der sich Unternehmensmitarbeiter bereichern, hinaus, betont Henning Herzog, Direktor des Instituts. Die Studenten müssten sich auch mit der Täuschung von Anlegern und den Gesetzen gegen Geldwäsche auseinander setzen. Der Bedarf an solchen Experten sei durchaus vorhanden, sagt die Hochschule und verweist auf Erhebungen des Bundeskriminalamts über Wirtschaftsdelikte (siehe Grafik). Bewerben kann sich, wer einen Hochschulabschluss in einem beliebigen Fach vorzuweisen hat und bereits mindestens zwei Jahre in einem Beruf arbeitet, der mit Korruptionsprävention zu tun hat, beispielsweise als Controller, IT-Sicherheitsexperte oder in der Rechtsabteilung. Allerdings müssen sich Unternehmen oder Einzelbewerber den Willen, finanziellen Schaden abzuwenden, zunächst einmal einiges kosten lassen: Die Ausbildung schlägt mit insgesamt 29 000 Euro Studiengebühren zu Buche. www.risk-and-fraud.de

UniSPIEGEL 3/2005
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