21.05.2012

Studie / Eltern-Kind-VerhältnisZieht endlich aus!

Studie / Eltern-Kind-Verhältnis
An alle Nesthocker, die sich noch mit ihren Eltern über zu laute Musik oder dreckiges Geschirr streiten, aber selten über Persönliches reden: Zieht endlich aus! Wie die 2008 gestartete Beziehungs- und Familienstudie pairfam (Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics) der Unis Chemnitz, München und Bremen zeigt, nehmen die Konflikte zwischen Eltern und Kindern nach dem Auszug ab - und der Austausch über Privates nimmt zu. 54 Prozent der Befragten besprechen nach dem Verlassen des Elternhauses häufiger als zuvor vertrauliche Dinge mit ihrem Vater. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) tauscht sich danach offener mit der Mutter aus. Allerdings war der Kontakt zur Mutter meist schon vor dem Auszug enger, so dass Mütter im Vergleich der wichtigere Gesprächspartner bleiben. Den jährlich erhobenen Befragungsdaten von mehreren tausend Jugendlichen und Erwachsenen zufolge haben Mütter und Töchter - obgleich sie sich auch am häufigsten zoffen - das beste Verhältnis: Mehr als 80 Prozent haben mindestens einmal pro Woche Kontakt und fühlen sich emotional eng verbunden.

UniSPIEGEL 3/2012
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