40 brenzlige Situationen zwischen Russland und dem Westen


Die Russlandkrise hat in den vergangenen Monaten häufiger als bisher bekannt vor einer gefährlichen Eskalation gestanden. Es kam allein in den vergangenen acht Monaten zu 40 brenzligen Situationen zwischen Russland und dem Westen. Dies geht aus einer Studie des Londoner "European Leadership Network" (ELN) hervor, mit der die Organisation an diesem Montag an die Öffentlichkeit gehen will. Aufgeführt werden darin drei Ereignisse, die nach Angaben der Experten das Potenzial gehabt hätten, Todesopfer zu verursachen oder gar eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen der Nato und Russland auszulösen.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 46/2014
Unkritisch, ehrgeizig, unpolitisch? Die jungen Deutschen zwischen 18 und 30

Dazu gehört ein Beinahezusammenstoß einer skandinavischen Passagiermaschine mit einem russischen Aufklärungsflugzeug, das seine Position nicht übermittelt hatte. Auch die Entführung eines estnischen Geheimdienstlers sowie die Jagd der schwedischen Marine auf ein mutmaßliches russisches U-Boot werden als besonders kritische Ereignisse erwähnt. Weitere elf Vorkommnisse schätzt das ELN als ernsthaft, da "provozierend" und "aggressiv" ein.

"Hier wird ein gefährliches Spiel mit dem äußersten Risiko gespielt", sagt Ex-Verteidigungsminister und ELN-Mitglied Volker Rühe (CDU). "Alle Parteien, besonders Russland, sollten militärische Zurückhaltung üben."



© DER SPIEGEL 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.