Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung möglicherweise in dubiosen Deal verstrickt

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln ist möglicherweise in einen dubiosen Deal verstrickt. Dabei geht es um die Vergabe eines Auftrags in Höhe von 675.000 Euro ohne vorherige öffentliche Ausschreibung. Der Auftrag ging an die Firma Out-of-Home Research & Services GmbH und bezog sich auf "Logistikleistung zur geplanten Organspende-Großflächenplakatierung". Zuvor hatte das Unternehmen die Bundeszentrale mit 4,8 Millionen Euro bei zwei Aufklärungskampagnen unterstützt. Das Sponsoring, das die Firma als Betriebsausgabe steuerlich absetzen kann, bestand in der Bereitstellung von ungenutzten Plakatflächen. Dass die Out-of-Home Research & Services GmbH danach den Logistikauftrag ohne Ausschreibung erhielt, will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nicht in Zusammenhang mit dem Sponsoring sehen. Eine andere Vergabe sei nicht in Betracht gekommen, hieß es. "Die Bundeszentrale hätte das so nicht durchführen dürfen", sagt hingegen der Berliner Jurist und Experte für Vergaberecht, Oskar Maria Geitel, "es hätte weiteren Unternehmen die Gelegenheit zur Beteiligung an der Ausschreibung gegeben werden müssen."

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