AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 10/2001

Zu wenig Piloten für die Bundeswehr


Die Bundeswehr findet - laut Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL - nicht mehr genügend Piloten für ihre Kampfjets, Transporter und Hubschrauber. Laut einer internen Statistik des Verteidigungsministeriums bewarben sich im vergangenen Jahr zwar mehr als 2000 junge Männer und Frauen für den "Fliegerischen Dienst" bei Luftwaffe, Heer und Marine. Nach den Eignungs- und Gesundheitstests blieben aber nur noch 143 qualifizierte Anwärter übrig - weit weniger, als die 182 benötigten. Obwohl schon in den vergangenen Jahren Mangel an geeignetem Piloten-Nachwuchs herrschte, will Luftwaffeninspekteur Rolf Portz die strengen Qualitätsmaßstäbe nicht lockern. "Lieber Lücken als Krücken", lautet seine Vorgabe. Dabei steht die Luftwaffe unter Druck. Bei ihren Piloten grassiert Unzufriedenheit: Im vergangenen Jahr beantragten allein bei den Transport-Geschwadern 44 Piloten den vorzeitigen Abschied, um bei zivilen Fluggesellschaften anzuheuern. Auch zahlreiche Jet-Piloten der Luftwaffe sind dabei, nach Feierabend die Lizenzen für zivile Passagier-Flugzeuge zu erwerben und so den Absprung vorzubereiten. (DER SPIEGEL 10/01, Panorama Deutschland)



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