AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 20/2003

SPD-Fraktion plant Job-Offensive für ältere Arbeitnehmer


Um das Reformprogramm von Bundeskanzler Gerhard Schröder sozial abzufedern, plant die SPD-Fraktion zusätzliche Beschäftigungsmaßnahmen für ältere Arbeitnehmer. So sollen so genannte Beschäftigungsbrücken, bei denen ältere Mitarbeiter sich ihre Stelle mit einem neu eingestellten Jugendlichen teilen, in wirtschaftsschwachen Regionen stärker gefördert werden. Zudem wollen die SPD-Parlamentarier ältere Arbeitnehmer besser betrieblich qualifizieren. Dazu sollen Unternehmen, Gewerkschaften und Politiker regionale Weiterbildungsbündnisse schließen, die von den Arbeitsämtern bezuschusst werden können. Weiter will die SPD es den Unternehmen schwerer machen, ältere Arbeitnehmer mit Hilfe von Sozialplan- und Abfindungsregelungen erst in die Arbeitslosigkeit und dann in die Frührente zu schicken. In diesen Fällen sollen die Betriebe das Arbeitslosengeld künftig häufiger erstatten müssen als heute –es sei denn, sie stehen unmittelbar vor einer Insolvenz. Zugleich wird die Erstattungspflicht von derzeit 24 auf 18 Monate verkürzt. Das Programm solle "deutlich machen, dass es bei den Reformen nicht um soziale Einschnitte, sondern um mehr Beschäftigung für Ältere geht“, so der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner.



© DER SPIEGEL 20/2003
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