AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 20/2003

Deutschland will Einreiseverfahren verschärfen / Probelauf für Visa gegen Fingerabdruck in Lagos


Erstmals müssen Ausländer, die ein Visum für die Bundesrepublik beantragen, Fingerabdrücke abgeben. Ein Pilotprojekt startet an diesem Mittwoch in der deutschen Botschafts-Außenstelle im nigerianischen Lagos. Zwei weitere Testläufe sollen folgen: einer für ein Gesichtserkennungsverfahren in der Botschaft im indonesischen Jakarta, der andere für eine Iris-Erfassung – der Ort steht noch nicht fest.

Das beste der drei Verfahren soll zum Standardprocedere bei Antragstellern aus 32 Staaten werden. Dabei handelt es sich zum einen um Länder wie Nigeria, die sich sperren, ihre Bürger zurückzunehmen, wenn diese aus Deutschland abgeschoben werden sollen. Zum anderen geht es um so genannte Risikostaaten, aus denen womöglich Terroristen einreisen könnten. Die Erfassung soll nur für die langfristigen nationalen Visa gelten. In Lagos aber wurden 2002 mehr als die Hälfte aller Visa nur für eine Dauer von bis zu drei Monaten ausgestellt.



© DER SPIEGEL 20/2003
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