AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 20/2003

Staatsanwaltschaft ermittelt wieder gegen Breuer wegen Kirch-Pleite


Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Rolf Breuer, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank, am Donnerstag vergangener Woche wieder aufgenommen, die sie im vergangenen Herbst eingestellt hatte. Die Ermittlungen gehen auf eine Strafanzeige des Münchner Medienunternehmers Leo Kirch zurück. Der beschuldigt Breuer, die Kirch-Gruppe durch kreditschädigende Äußerungen in die Insolvenz getrieben zu haben. Damals war die Staatsanwaltschaft der Meinung, es habe keine strafbare Handlung vorgelegen. Dagegen legten Kirchs Anwälte Beschwerde ein, die jetzt zum Erfolg führte. Zum Meinungswandel der Staatsanwaltschaft hat offenbar auch ein Urteil des Münchner Landgerichts vom Februar dieses Jahres beigetragen. Das verurteilte den Banker in der gleichen Angelegenheit wegen Verletzung des Bankgeheimnisses und sprach Kirch das Recht auf Schadensersatz zu.



© DER SPIEGEL 20/2003
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