AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 25/2003

Bahn streitet um Autoreisezüge nach Sylt


Um die Autozüge nach Sylt gibt es einen grotesken Streit zwischen der Deutschen Bahn (DB)und der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Der private Konkurrent, der ab Ende 2005 den Personenverkehr nach Sylt bedient, kämpft seit April 2002 auch um Trassen für Autozüge auf der lukrativen Strecke Niebüll-Westerland. Die Bahntochter DB Netz erteilte im Januar zwar einen Zuschlag - allerdings nicht für die Autoverladerampen. Denn die gehörten der DB Autozug. Deren abschlägiger Bescheid "Eisenbahnrechtliche Vorschriften" sprächen gegen eine "Zugangsgewähr" zu den Rampen. Dies sei "auch aus technischer Sicht gar nicht möglich". Die Connex-Tochter NOB könne ja "ohne unverhältnismäßig großen Aufwand" eigene Verladestationen bauen, so der DB-Vorschlag.

Connex-Chef Hans Leister hat unterdessen gegen DB-Chef Hartmut Mehdorn vor dem Berliner Landgericht einen anderen Fall gewonnen. Laut rechtskräftigem Urteil darf er nun weiter behaupten: "Tricksereien sind beimBahn-Management an der Tagesordnung."



© DER SPIEGEL 25/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.