Sportschau Wohin mit den Werbeblöcken?

Nach dem Jubel über die Rückeroberung der Fußballrechte steht die ARD vor Finanzierungskomplikationen. Die geplanten fünfminütigen Werbeblöcke in der "Sportschau" sind für den öffentlich-rechtlichen Sender möglicherweise nicht zulässig. Nun wird eine Zweiteilung der Sendung angedacht.



Hamburg - Die ARD bekommt offenbar Probleme mit der Werbefinanzierung der neuen "Sportschau". Der Grund: Der Sender hatte zwei jeweils fünfminütige Werbeinseln angekündigt - mit Preisen ab 40.000 Euro für einen 30-Sekunden-Spot.

Damit allerdings könnte die ARD gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstoßen. Der erlaubt den öffentlich-rechtlichen Anstalten zwar bei Sportübertragungen zwei Werbeunterbrechungen - nicht aber bei redaktionellen Sportsendungen wie der "Sportschau".

Auch der Privatsender-Verband VPRT ist hellhörig geworden:"Wir sind gespannt, wie die ARD aus der Nummer wieder rauskommt, denn das ist rechtsmissbräuchlich", so VPRT-Vizepräsidentin Ingrid Haas, die rechtliche Schritte prüfen will. Die ARD dagegen glaubt, die rechtlichen Probleme umgehen zu können:"Wir machen das Programm so, dass es den Regeln entspricht."

Eine mögliche Lösung:Formell wird die "Sportschau" in zwei Sendungen (Spielberichte und Highlights) aufgeteilt.