Der Deutschen Post AG drohen Umsatzeinbrüche

Wenn der Postmarkt vollständig für den Wettbewerb freigegeben wird, drohen der Deutschen Post AG drastische Umsatz- und Ergebniseinbrüche. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL geht das aus einer bisher geheim gehaltenen Studie der Koblenzer Wirtschaftsberatungsgesellschaft CTcon hervor, die von der Deutschen Post AG im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben wurde. Danach wird das Unternehmen bei der für das Jahr 2003 geplanten Liberalisierung des Briefmarktes einen Umsatzeinbruch von knapp zwei Milliarden Mark hinnehmen müssen. Zum Ausgleich, heißt es in dem rund 40seitigen Papier, stünden bei der Post jedoch lediglich "abbaubare Kosten von 718 Millionen Mark" zur Verfügung. Dem Logistikkonzern, der 1998 einen Gewinn von etwa 300 Millionen Mark einfuhr und im kommenden Jahr an die Börse gehen will, drohe damit ein um bis zu 1,24 Milliarden Mark niedrigeres Ergebnis, warnen die Wirtschaftsberater.

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