AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 36/2003

SPD-Wirtschaftsexperte Wend schlägt schrankenloses "Dienstmädchenprivileg" vor


Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Rainer Wend (SPD), schlägt vor, Privatleute als Arbeitgeber mit Unternehmen steuerlich gleichzustellen. Wie eine Firma sollte der Privatmann sämtliche Kosten für einen Angestellten steuermindernd absetzen dürfen, fordert Wend. "Jeder, der einen Arbeitsplatz schafft, muss die gleichen steuerlichen Vorteile genießen, gleichgültig, ob es sich um Unternehmen handelt oder um Privatleute, die Jobs in ihrem Haushalt oder bei ihren Hobbys schaffen", sagte Wend dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Einschränkungen bei Tätigkeiten oder Obergrenzen bei der Abzugsfähigkeit der Kosten wie beim derzeitigen Dienstmädchenprivileg soll es nicht mehr geben. "Da würde auf dem Arbeitsmarkt erheblich etwas in Bewegung geraten", sagte Wend.



© DER SPIEGEL 36/2003
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