AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 3/2004

Austrittsrekord bei der SPD


Die Sozialdemokraten haben im Jahr 2003 so viele Mitglieder verloren wie seit über 50 Jahren nicht mehr. Die Partei vonBundeskanzler Gerhard Schröder schrumpfte binnen zwölf Monaten um 43 096 Mitglieder auf nur noch 65 0798 Genossen Ende Dezember - ein Rückgang von 6,21 Prozent. Damit fiel die gesamtdeutsche Sozialdemokratie auf das Niveau der (West-)SPD des Jahres 1963 zurück. Am heftigsten reagierten im vergangenen Jahr die Genossen in den eher traditionsorientierten Landesverbänden Saarland und Nordrhein-Westfalen auf Schröders Reformpolitik. Kein Landesverband oder Bezirk konnte zulegen. Am besten behaupteten sich noch - allerdings auf niedrigem Niveau - Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Immerhin standen den bundesweit 38 437 Austritten und den Verlusten durch Tod auch 10829 Neuanmeldungen gegenüber, davon waren über 44 Prozent im Juso-Alter von unter 35 Jahren.



© DER SPIEGEL 3/2004
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