AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 3/2004

Commerzbank will Betriebsrenten in externen Fonds auslagern


Nach dem Einfrieren der Betriebsrenten plant der Vorstand der Commerzbank im Bereich der Altersvorsorge weitere Maßnahmen. "Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr die gesamten Pensionsverpflichtungen in einen externen Pensionsfonds auslagern werden", sagte Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller dem SPIEGEL. Mit diesem Schritt will Müller alle Rückstellungen für Pensionen in Höhe von über 1,5 Milliarden Euro aus der Bilanz nehmen. Damit soll eine zentrale Forderung der Ratingagenturen erfüllt werden, die Rechnungslegung international vergleichbar zu machen. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Commerzbank-Management werden bereits seit vergangenem Jahr in einem speziellen Trust verwaltet. Die HypoVereinsbank AG hat dagegen ihre gesamten Pensionsverpflichtungen einen Tag vor Silvester "in den neu gegründeten HVB Trust e. V. ausgegliedert", bestätigt ein Sprecher. Von der Maßnahme sind die Renten von rund 20000 Mitarbeitern betroffen. Der von einem Treuhänder verwaltete Fonds wurde mit 1,6 Milliarden Euro dotiert. Im Gegensatz zur Commerzbank gibt es bei der HVB keine umstrittenen Sonderlösungen für die Vorstände.



© DER SPIEGEL 3/2004
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