AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 3/2004

Nato feilscht um Truppen für Irak und Afghanistan


Die Nato wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte die militärische Verantwortung für Teile des Irak übernehmen. Bei einem informellen Treffen der Verteidigungsminister der Allianz Anfang Februar sollen dafür die Weichen gestellt werden, berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Zu dem Treffen am Rande der alljährlichen Münchner Sicherheitskonferenz hat Bundesverteidigungsminister Peter Struck eingeladen. Umstritten ist jedoch, welche europäischen Länder sich beteiligen werden. Die Bundesregierung lehnt den Einsatz deutscher Soldaten weiterhin ab.

Auf Drängen der USA wird auch der Einsatz in Afghanistan neu sortiert. Der Nato-Oberbefehlshaber für Europa, US-General James Jones, soll künftig neben den Isaf-Friedenstruppen auch den Anti-Terror-Kampf der Operation "Enduring Freedom" befehligen. Formell beschlossen und verkündet werde das neue Truppenarrangement jedoch erst Ende Juni, bei einem Nato-Gipfel in Istanbul. Zugleich soll dort vereinbart werden, dass die Europäische Union den bisher von der Nato geführten Friedenseinsatz in Bosnien-Herzegowina übernimmt.



© DER SPIEGEL 3/2004
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