AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 3/2004

Engpass bei Sky Marshals


Die Ankündigung der USA, bei erhöhter Terrorgefahr den Einsatz so genannter Sky Marshals an Bord von Flugzeugen über US-Gebiet zu verlangen, könnte die Lufthansa in Schwierigkeiten bringen. Für die etwa 30 täglichen Flüge in die USA stehen derzeit nur etwa 100 ausgebildete Sicherheitsflugbegleiter des Bundesgrenzschutzes (BGS) zur Verfügung - pro Flug müssen mindestens zwei von ihnen an Bord sein. Unter Berücksichtigung von Arbeits-, Urlaubs- und Krankheitszeiten wäre die Begleitung aller Flüge selbst dann nicht möglich, wenn der BGS bereits, wie geplant, 200 Spezialisten ausgebildet hätte. Für Sky Marshals gelten ähnlich hohe Anforderungen wie für Angehörige von Spezialkommandos: Sie müssen körperlich fit, intelligent und charakterfest sein. Ständige Reisen sind zudem nicht jedermanns Sache. Weil der BGS bei der Rekrutierung von geeigneten Freiwilligen Schwierigkeiten hat, gibt es Überlegungen, Polizisten aus den Bundesländern abzuwerben.



© DER SPIEGEL 3/2004
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