Bundesagentur erwägt neue Ausschreibung des Online-Angebots

Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) erwägt, den weiteren Ausbau ihres Online-Angebots neu auszuschreiben. Dies gehöre zu den Optionen, die derzeit geprüft würden, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Er selbst halte es allerdings für "wahrscheinlicher, dass die Agentur an ihren bisherigen Plänen festhält".

Weise reagierte damit auf einen internen Bericht seiner Behörde, nach dem die Kosten des Projekts auf breiter Front gestiegen sind. So werden sich die Ausgaben für den so genannten Jobroboter, der die Firmen-Homepages von Firmen und Online-Börsen durchsucht, von bislang 10 Millionen auf rund 15 Millionen Euro erhöhen. Der Plan, das Online-Angebot mit den PC-Systemen der Agentur zu verknüpfen, wird rund 71 Millionen Euro verschlingen. Bisher waren dafür rund 40 Millionen Euro eingeplant. Der Ausbau der Telefon- und Datenleitungen wird 40 Millionen Euro kosten. Für das Rechenzentrum werden noch einmal 40 Millionen statt bisher 16 Millionen Euro fällig.

Die Kostensteigerungen bezeichnete Weise als "ganz schlimmen Vorgang". Dem SPIEGEL sagte er: "Das wird das Vertrauen der Bevölkerung in die Reform der Bundesagentur nicht befördern."

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