AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 24/2004

Scholl-Latour wirbt für "Junge Freiheit"


Der Buchautor und Fernsehjournalist Peter Scholl-Latour wirbt für die rechts gerichtete Wochenzeitung "Junge Freiheit" ("JF"). "Die 'JF' bedeutet für mich, dass es noch unabhängige Geister in der deutschen Medienlandschaft gibt und Journalisten, die das Risiko eingehen, gegen den Strom zu schwimmen", lässt sich Scholl-Latour in einem Werbefaltblatt des Organs zitieren. Für den NRW-Verfassungsschutz ist die von Chefredakteur Dieter Stein geleitete Zeitung "einer um Intellektualisierung bemühten geistigen Strömung innerhalb des Rechtsextremismus zuzurechnen". So beklagten "JF"-Autoren einmal, durch Urteile gegen Volksverhetzer würden "Tausende bürgerliche Existenzen" vernichtet - oder sie ordneten den rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke einer Gruppe von Musikern zu, die wegen des "Establishment" nie über den Status des "Geheimtipps" hinauskämen. Scholl-Latour verteidigt sich: "Zensur von rechts und links brauchen wir nicht." Er finde es "ganz gut, wenn etwas Unkonventionelles veröffentlicht wird".



© DER SPIEGEL 24/2004
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