AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 24/2004

CDU-Kopfpauschale wird teurer als geplant


Die CDU will ihr Konzept für eine Radikalreform der gesetzlichen Krankenversicherung in wichtigen Punkten entschärfen. Zwar bleibt es bei der Idee, die vom Lohn abhängigen Krankenkassenbeiträge durch eine für alle Versicherten gleich hohe "Gesundheitsprämie" zu ersetzen. Zur Disposition steht nun aber der Plan, darüber hinaus einen Kapitalstock aufzubauen, um die drohende Überalterung der Gesellschaft abzufedern. Bislang war dafür ein zusätzlicher Monatsbeitrag von 20 Euro pro Versicherten vorgesehen - zu teuer, befürchten CDU-Strategen. Dennoch soll die Gesundheitsprämie höher ausfallen als bislang geplant: Um Kinder kostenlos versichern zu können, sei pro Versicherten ein Aufschlag von 25 bis 30 Euro im Monat notwendig. Vor dem Aus steht wohl ferner die Idee, einen festen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung als Teil des Bruttolohns an die Beschäftigten auszuzahlen. Dies würde, so die Fachleute, nicht zu der erhofften Entlastung der Unternehmen führen. Im Gegenteil: Auf den erhöhten Bruttolohn müssten sie dann auch entsprechend höhere Beiträge für Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen.



© DER SPIEGEL 24/2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.