Wird der Nationalfeiertag dem Wirtschaftswachstum geopfert?

Die Bundesregierung erwägt, zur Verlängerung der Jahresarbeitszeit den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober als Feiertag abzuschaffen. Die Idee ist Teil des Programms "Wachstum ohne Kosten", das von Finanz- und Wirtschaftsministerium erarbeitet wird. Zur Debatte steht auch ein Vorschlag, für ein paar Jahre zwei oder drei Urlaubstage zu streichen. Allerdings hat der Bund, anders als beim Nationalfeiertag, keine Gesetzgebungskompetenz, sondern ist auf die Mitwirkung der Tarifparteien angewiesen. Die zusätzlichen Arbeitstage würden das Wachstum stimulieren, so das Kalkül. Für dieses Jahr, in dem fünf sonst arbeitsfreie Tage auf Wochenenden fallen, beziffern Ökonomen das daraus resultierende Wachstum auf ein halbes Prozent. Die Überlegungen sollen bei der Regierungsklausur in Schloss Neuhardenberg in zwei Wochen präsentiert werden.

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