AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 32/2004

Ehemaliger Kosovo-Premier rügt "Mafiastrukturen der Regierung"


In ungewöhnlich scharfer Form hat der ehemalige Premier des Kosovo, Bujar Bukoshi, die herrschenden Politiker in der Unruheprovinz kritisiert. "Unsere Regierung basiert de facto auf Mafiastrukturen", sagte Bukoshi, heute Vorsitzender der liberalen "Neuen Partei des Kosovo" dem SPIEGEL. Auch die Partei von Präsident Ibrahim Rugova habe einen korrupten Unterbau, der"Ausschreibungen oder die Privatisierung manipuliert". Bestochen werde "an allen Ecken und Enden." In Ämtern und Ministerien herrsche Vetternwirtschaft. Minister würden mitunter 200 Leute aus ihrer Verwandtschaft im Staatsapparat beschäftigen. "Würde unser Justizwesen funktionieren, müssten die meisten Funktionäre und Minister zurücktreten", sagte Bukoshi.



© DER SPIEGEL 32/2004
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