AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 11/2005

Sonderprüfbericht der Deka belegt Bestechungsvorwürfe


Bestechungszahlungen bei neun Großimmobilien schildert detailliert der interne Sonderprüfbericht der Wirtschaftsprüfer von Deloitte für die DekaBank. Danach hat Michael Koch, Ex-Geschäftsführer des Deka Immobilienfonds, 102.000 Euro im Jahr 2000 von dem damaligen DB-Real-Estate-Geschäftsführer Hans-Günter Seckerdiek für den Kauf eines Bürohauses in der Wiesbadener Burgstraße erhalten. Nach Aussagen Kochs bei Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner teilte Seckerdiek eine Provision, die er von der Wiesbadener Köllmann-Gruppe erhalten hatte. 94.000 Euro einer Bestechungszahlung der Köllmann-Gruppe reichte Seckerdieck an Koch weiter, damit die Deka von dem geplanten Erwerb des Abraham-Lincoln-Parks in Wiesbaden Abstand nahm. Insgesamt sechsmal hat Koch nach eigenen Angaben von dem Frankfurter Projektentwickler Gernot Gaulke Schmiergeld kassiert. Wenn der Makler an Deka Immobilien verkaufte, erhielt Ex-Geschäftsführer Koch eine Provision von 0,33 Prozent der Bausumme. Allein für die Frankfurter Immobilie in der Friedrichstraße 2 kassierte er, so steht es im Prüfbericht von Deloitte, von Gaulke 120.000 Euro. Gaulkes und Seckerdiecks Anwälte wollten zu den Angaben Kochs keine Stellung nehmen.



© DER SPIEGEL 11/2005
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