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Bundeswehrstiefel bei Auslandseinsätzen schnell verschlissen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Trotz gut zehnjähriger Einsatzerfahrung in rauhen Weltgegenden hat die Bundeswehr offenbar noch immer Mühe, ihre Soldaten mit geeignetem Schuhwerk auszustatten. So musste die Armee im Jahr 2005 größere Mengen "handelsüblicher" Fußbekleidung nach Afghanistan und Usbekistan fliegen, weil die eigens für die Bundeswehr entwickelten "Tropenstiefel" oft bereits nach kurzer Zeit verschlissen waren. Dabei sind die Probleme längst bekannt: Schon bei einem Wüstenmanöver 1996 standen Luftwaffensoldaten im US-Bundesstaat New Mexico plötzlich auf Socken im Sand, weil sich in der Hitze die Sohlen von den Stiefeln lösten. Auch Heerestruppen beim Kuweit-Einsatz 2002/03 hatten noch mit dem Phänomen zu kämpfen. Als untauglich für die Verwendung in der Heimat erwies sich dagegen ein Stiefel mit einer wärmeabsorbierenden Spezialbeschichtung, die vor Entdeckung mit Nachtsichtgeräten schützen sollte: Das Schuhwerk war nicht wasserdicht.