Europäische Behörden drohen El Al mit Landeverbot

Israelische Passagierflugzeuge könnten demnächst für Konfusion im europäischen Luftraum sorgen. Die Fluglinie El Al rüstet ihre Flugzeuge neuerdings mit einem System zum Schutz vor tragbaren Luftabwehrraketen aus ("Flight Guard"). Hitzefackeln sollen anfliegende Raketen ablenken. Europäische Behörden haben solche Systeme, die beim Militär schon lange üblich sind, für zivile Airliner bisher nicht zugelassen. Nicht überall dürfen die Israelis deshalb landen. Die Schweiz etwa lehnt ab. "Sollten die Israelis dennoch mit solchen Systemen erwischt werden", so ein Sprecher des zuständigen Luftamts, "riskieren sie es, am Boden zu bleiben." Deutschland erlaubt zwar die Landung. Unklar ist aber, ob die Hitzefackeln auch benutzt werden dürften: In den deutschen Vorschriften ist der Einsatz von Raketen-Abwehrsystemen bisher nicht geregelt. Der letzte Raketen-Anschlag auf einen Passagierjet wurde 2002 in Kenia verübt – auf eine israelische Maschine. Den Piloten gelang nach dem Vorfall die sichere Landung des Flugzeugs.