AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 10/2006

Nach Heros-Pleite Millionenschäden bei Citibank und McDonald's


Die Pleite des größten deutschen Geldtransporteurs zieht immer weitere Kreise. Nicht nur Handelskonzern Rewe muss mit 161 Millionen Euro Verlust rechnen, auch die beiden Konzerne Citibank und McDonald's müssen hohe Millionenverluste verkraften. Allein von McDonald's-Lizenznehmern gingen mehr als 100 Forderungen beim Insolvenzverwalter ein. Ein Rewe-Mitarbeiter trägt möglicherweise eine Mitschuld an dem Finanzdesaster seines Konzerns. Er soll Verzögerungen im Zahlungseingang akzeptiert haben und dafür auf Heros-Kosten einen teuren Geländewagen gefahren sein. Vier Heros-Manager werden beschuldigt, rund 350 Millionen Euro Kundengelder veruntreut zu haben. Einer von ihnen, Manfred Diel, Leiter der Filiale in Viersen, räumte gegenüber der Staatsanwaltschaft ein, rund zehn Millionen Euro Bargeld entnommen zu haben. Die Bundesbank konnte nach dem Zusammenbruch des Geldtransportimperiums noch 140 Millionen Euro auf Heros-Konten einfrieren.



© DER SPIEGEL 10/2006
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