Deutschem droht nach Amoklauf mit drei Toten auf den Philippinen die Todesstrafe

Dem früheren Opel-Testfahrer Anton K., 52, droht nach einem Amoklauf mit drei Toten auf den Philippinen die Todesstrafe. Wie der SPIEGEL berichtet, war K., der sich im November 1999 in Deutschland mit seiner philippinischen Frau Sally, 39, auf den Inselstaat abgesetzt hatte, am 23. Oktober 2005 vor das Schiedsgericht des Dorfes Usol wegen einer Familienstreitigkeit geladen worden. Als dort, 300 Kilometer nördlich von Manila, Streitigkeiten mit Verwandten seiner Frau um Hühner und angebliche Schießübungen des Deutschen auf seinem Grundstück nicht beigelegt werden konnten, erschoss K. den Ortsvorsteher und zwei Söhne seines philippinischen Schwagers. Der Schwager wurde lebensgefährlich verletzt. K. sitzt im Gefängnis der Stadt Santiago in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen dreifachen Mordes erhoben. Die deutsche Botschaft in Manila hat, so Botschafter Axel Weishaupt, eine renommierte Anwältin damit beauftragt, "alles zu unternehmen, damit es auf keinen Fall zur Todesstrafe kommt".