Ex-RAF-Terrorist Knut Folkerts: "Ich bedauere"

Der frühere RAF-Terrorist Knut Folkerts, der 1995 nach insgesamt 18 Jahren Haft auf Bewährung entlassen wurde, hat Reue geäußert für den Mord an einem niederländischen Polizisten 1977. "Ich bedauere das sehr", so Folkerts. "Ich kann den Schmerz der Angehörigen nachvollziehen." Das Traurige sei nur, dass er nichts rückgängig machen könne. Folkerts erklärt in dem Interview, warum er sich der Roten Armee Fraktion anschloss: "Wir glaubten, im Zusammenhang weltweiter Bewegungen etwas in Richtung Befreiung und sozialer Gerechtigkeit bewirken zu können." Aber "Theorie und Praxis der RAF haben sich als falsch erwiesen". Folkerts äußert sich auch zu einem Strafvollstreckungsbegehren der Niederlande, die verlangen, dass er wegen des Polizistenmordes nun erneut inhaftiert werden und weitere 20 Jahre absitzen soll. Das Vorgehen der niederländischen Behörden hält Folkerts "für politisch motiviert". Er habe für das, was er getan habe, ausreichend gebüßt. "Ich hoffe, dass nach drei Jahrzehnten die Zeit des Strafens ein Ende hat." Über das niederländische Strafvollstreckungsbegehren muss das Landgericht Hamburg entscheiden.

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