AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 43/2006

Hartz wusste frühzeitig von Spesenbetrug


In seiner Vernehmung vor der Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat der ehemalige VW-Personalvorstand Peter Hartz erstmals eingestanden: Er wusste frühzeitig, dass Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert private Vergnügungen auf Firmenkosten abrechnen ließ. Hartz sagte, er habe "konkrete Bedenken" wegen "selbst wahrgenommener Ereignisse auf Reisen" gehabt. Aber: "Ich wollte nicht sehen, dass hier eventuell private Ausgaben für Herrn Volkert abgerechnet wurden." Hartz hatte Volkert schon im Jahr 1994 das Recht eingeräumt, sogenannte Vertrauensspesen abzurechnen, bei denen keine Quittungen vorgelegt werden müssen. Dies sei im Konzern "eine geheime Sache" gewesen. Volkert hatte über die Vertrauensspesen dann auch Ausgaben für Prostituierte abrechnen lassen.



© DER SPIEGEL 43/2006
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