AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 18/2009

Unmut in der CDU über Generalsekretär Pofalla


In der CDU wächst die Unzufriedenheit über Ronald Pofalla. Bei einem Treffen des Parlamentskreises Mittelstand erregten sich zahlreiche Teilnehmer über die schwachen Auftritte des Generalsekretärs: Der schaffe es nicht, deutlich zu machen, wofür die CDU überhaupt noch stehe. Entweder könne er es nicht besser oder er wolle nicht. Beides sei gleich schlimm. Einige Teilnehmer berichteten, bei Auftritten in Baden-Württemberg und in Niedersachsen habe Pofalla die eigenen Anhänger eher noch demotiviert. Selbst bei Parteichefin Angela Merkel stieß der Generalsekretär mit seinen Wahlkampfideen zuletzt auf Ablehnung. So wollte er noch vor dem Sommer mehrere Regionalkonferenzen mit der Kanzlerin organisieren. Etliche Vertraute Merkels, darunter der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, rieten ihr ab. Bevor das Wahlprogramm nicht verabschiedet sei, sagte Kauder der Kanzlerin, seien solche Treffen nicht sinnvoll. "Man muss den Leuten auch eine Botschaft bringen." Merkel leuchtete die Argumentation ein, Pofalla musste seinen Plan fallenlassen.



© DER SPIEGEL 18/2009
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