AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 30/2009

FDP-Einkommensteuerpläne kaum finanzierbar


Die von der FDP geplante Reform der Einkommensteuer hätte staatliche Mindereinnahmen von über 80 Milliarden Euro zur Folge. Das hat das Bundesfinanzministerium errechnet. Zudem würden von den Vorschlägen vor allem Besserverdienende profitieren: Im Rahmen des Modells komme es "zu einer deutlichen steuerlichen Entlastung im oberen Einkommensbereich". Wer als Lediger mehr als 125.000 Euro verdient, werde um mindestens sieben Prozent entlastet. Das gilt auch für Verheiratete in der gleichen Einkommensgruppe – und zwar unabhängig davon, ob in den jeweiligen Haushalten Kinder leben. Diese Entlastung und damit der Großteil der Mindereinnahmen sind vor allem auf das von den Liberalen geforderte Drei-Stufen- Modell zurückzuführen: Für die ersten 20.000 verdienten Euro im Jahr sollen 10 Prozent Steuern bezahlet werden, für Einkommensteile zwischen 20.000 und 50.000 Euro 25 Prozent und ab 50.000 Euro 35 Prozent. Bisher beträgt der Spitzensteuersatz 45 Prozent. Darüber hinaus schlägt die FDP vor, den Grundfreibetrag von derzeit 7834 auf 8004 Euro und das Kindergeld auf 200 Euro im Monat zu erhöhen.



© DER SPIEGEL 30/2009
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