AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 32/2009

ARD und ZDF bieten knapp 90 Millionen Euro für Olympia 2014 und 2016


Für die TV-Rechte an den Olympischen Spielen 2014 und 2016 haben ARD und ZDF zusammen gerade einmal knapp 90 Millionen Euro geboten. Aus Verhandlungskreisen der beiden Sender hieß es, das Angebot falle auch deshalb so niedrig aus, weil der Austragungsort der Sommerspiele 2016 noch nicht feststehe. Zur Wahl stehen neben Madrid, auch Tokio, Rio und Chicago. Für europäische Sender würden die Spiele damit womöglich zu ungünstigen Uhrzeiten übertragen. Am 2. Oktober wird entschieden, wo die Spiele 2016 stattfinden. Allerdings wollen ARD und ZDF ihr Angebot auch dann nicht aufstocken, wenn Madrid gewinnt, aber die spannendsten Wettbewerbe zu US-freundlichen Sendezeiten stattfinden. Für das Internationale Olympische Komitee dürfte die Offerte enttäuschend sein: Das IOC hatte vergangenes Jahr ein Gebot der europäischen Sendergemeinschaft EBU als zu niedrig abgelehnt und wollte die Rechte in wichtigen Märkten lieber einzeln vermarkten. Die Erwartung für Deutschland lag angeblich bei rund 200 Millionen Euro. Die Agentur Sportfive, der Sender RTL und die TV-Kette ProSiebenSat.1 haben zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag kein Angebot abgegeben. Der Abo- Kanal Sky ist dagegen noch im Rennen und hat dem Vernehmen nach über hundert Millionen Euro geboten.



© DER SPIEGEL 32/2009
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