Ranghohes Qaida-Mitglied steht hinter Drohvideos gegen Deutschland

Hinter den aktuellen Drohvideos gegen Deutschland steht offenbar die Nummer 4 in der Hierarchie von al-Qaida. Nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden soll Atija Abd al-Rahman die mediale Kampagne vorbereitet haben. Dieser sei direkt mit den Absprachen zu den Videos befasst gewesen und habe den Bonner Bekkay Harrach autorisiert, Deutschland eine Frist von 14 Tagen nach der Wahl zu setzen. Der Libyer Abd al-Rahman gilt als wichtiger Ideologe. Die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden haben ergeben, dass die Aufnahmen mit einem langen Vorlauf produziert wurden. Al-Qaida habe darauf Wert gelegt, dass sie mindestens eine Woche vor der Wahl in Deutschland veröffentlicht würden, um eine maximale Propagandawirkung zu erzielen. In kurzer Folge waren am 18., am 22. und am 25. September Filme im Internet aufgetaucht, in denen etwa Jarad S. Deutschland droht; in einem der Videos spricht Nummer 4 auch selbst. Obwohl die 14-tägige Frist nach der Bundestagswahl, die Harrach als Zeitspanne für einen Anschlag genannt hatte, folgenlos verstrichen ist, halten die Innenminister von Bund und Ländern die Gefahr nach wie vor für hoch. Zu Beginn dieser Woche will die Polizei allerdings den Objektschutz wieder verringern, weil die Behörden personell nicht in der Lage sind, über Wochen mit höchstem Aufwand zu reagieren.

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