Machtkampf um Nachfolge in der "Cicero"-Chefredaktion
Die Suche nach einem Nachfolger von Wolfram Weimer als Chefredakteur von "Cicero" sorgt für Streit über die künftige Ausrichtung des Magazins. Weimer, der wohl schon Anfang 2010 ausscheidet und dann zu "Focus" wechselt, gilt als liberal-konservativ. Mit seinem Abgang aber bricht die Auseinandersetzung über einen möglichen Linksschwenk des zum Schweizer Ringier-Verlag gehörenden Blattes aus. So gilt vor allem der Publizist Frank A. Meyer, Intimus des Verlegers Michael Ringier, als Befürworter einer linksintellektuellen Positionierung. Ringier-Verwaltungsrat und Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel dagegen mache sich für den von Weimer geprägten Weg stark, heißt es. Derzeit reizten beide ihren Einfluss auf den Verleger aus, sagt ein Insider. Zu den Namen auf einer ersten internen Liste, heißt es, gehörten etwa Alan Posener von der "Welt am Sonntag" oder Wolfgang Herles, Leiter des ZDF-Kulturmagazins "Aspekte".