AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 17/2010

Deutsche Bank wettete gegen IKB


Die Deutsche Bank hat zusammen mit Hedgefonds gegen die Düsseldorfer IKB gewettet. Mitglieder eines internen Hedgefonds paktierten 2006 mit dem Hedgefonds Magnetar, um besonders riskante Immobilienpapiere für ein strukturiertes Wertpapier namens Orion auszuwählen. Dann spekulierten beide mit großem Erfolg auf hohe Wertverluste bei Orion, das von der französischen Bank Calyon herausgebracht worden war. Einer der Investoren, die auf eine positive Wertentwicklung bei Orion gesetzt hatte und deshalb viel Geld verlor, war der Deutsche Bank-Kunde IKB. Bei anderen Finanzkonstrukten, die zurzeit von der amerikanischen Finanzaufsicht SEC kritisch durchleuchtet werden, trat die Deutsche Bank eigene US-Immobilien risiken ab und verkaufte sie dann an ihre Kundschaft. Die IKB gehörte bis zu ihrer Fastpleite im Jahr 2007 zu den größten Investoren in strukturierte Finanzprodukte des US-Immobilienmarktes.



© DER SPIEGEL 17/2010
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