AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 38/2010

Deutsche Banken-Top-Ten brauchen bis 2019 rund 50 Milliarden Euro an frischem Eigenkapital


Die zehn größten Kreditinstitute Deutschlands brauchen wegen neuer Eigenkapital vorschriften ("Basel III") bis 2019 rund 50 Milliarden Euro. Das geht aus einer vertrau lichen Expertise der Bundesbank hervor. Die Fachleute haben untersucht, wie sich die neuen Auflagen auf Banken mit einem Kernkapital von mehr als drei Milliarden Euro auswirken. Dazu zählen neben der Deutschen Bank und der Commerzbank auch Landesbanken wie die WestLB, die LBBW oder die BayernLB. Auf Basis historischer Daten kommen die Bundesbankexperten zu dem Schluss, dass die Institute bis Ende 2019 etwas mehr als 40 Milliarden Euro durch einbehaltene Gewinne und Kapitalaufnahme von außen aufbringen können. Für den Rest müssten sie neue Geldquellen erschließen, was vor allem die wenig profitablen Landesbanken vor Probleme stellt. Bundes finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die prekäre Lage der Landesbanken nun nutzen, um deren Sanierung voranzutreiben. In getrennten Schreiben an Landesregierungen und Sparkassenverbände mahnt er an, bereits getroffene Zusagen einzuhalten. Ende September will sich Schäuble zudem mit den Eigentümergruppen der Landesbanken treffen, um den Druck zu erhöhen.



© DER SPIEGEL 38/2010
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