AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 5/2011

Führungskrise beim DIW spitzt sich zu


Beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) spitzt sich die Führungskrise zu. Präsident Klaus Zimmermann steht offenbar vor der Ablösung. Darauf drängen mehrere Vertreter des Kuratoriums, das Deutschlands größtes Wirtschafts forschungsinstitut beaufsichtigt. Sie werfen Zimmermann unter anderem einen allzu autokratischen Führungsstil vor. Er vergraule Wissenschaftler und sei verantwortlich dafür, dass die Bundesregierung das vom Bund und dem Land Berlin gemeinsam finanzierte Institut zuletzt nicht mehr mit Konjunkturprognosen beauftragt hat. Es sei zu befürchten, dass unter Zimmermanns Führung das DIW bei der anstehenden Begutachtung durch die Leibniz-Gemeinschaft schlecht abschneiden werde. Ärger gibt es auch um die Nachfolge des DIW-Geschäftsführers Hanns Seidler, der vor wenigen Wochen vorzeitig seinen Rücktritt erklärt hatte. Mitglieder des Kuratoriums wollen die Besetzung der Stelle für einen Neuanfang nutzen. Wunschkandidatin ist eine Wissenschafts managerin aus Süddeutschland, die sich aber offenbar ziert, mit Zimmermann zusammenzuarbeiten. Beim DIW hingegen heißt es offiziell, man sei für die Be setzung des Geschäftsführerpostens mit mehreren Bewerbern im Gespräch.



© DER SPIEGEL 5/2011
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