Bundesregierung fürchtet Satelliten-Absturz

Die Bundesregierung sorgt sich wegen des bevorstehenden Absturzes eines deutschen Forschungssatelliten. Nach Analysen, die der Regierung vorliegen, wird das 2,4 Tonnen schwere Gerät "Rosat" in einem Zeitfenster von 80 Tagen zwischen Oktober und Dezember 2011 auf die Erde prallen. Im besten Fall werde "Rosat" vollständig in der Atmosphäre verglühen oder ins Meer stürzen, heißt es in Berlin. Fielen Satellitenteile dagegen auf eine Stadt, könnten die Auswirkungen immens sein. Einer internationalen Vereinbarung zufolge haftet Deutschland für alle Schäden, die weltweit durch einen solchen Absturz entstehen. Rosat war 1990 von Florida aus auf eine Umlaufbahn in 580 Kilometer Höhe geschossen worden und diente der Suche nach neuen Quellen von Röntgenstrahlung. Für den Betrieb war das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zuständig. Der Satellit wurde 1999 außer Dienst genommen und befindet sich derzeit in 500 Kilometer Höhe. Sollte eine akute Gefahr für Menschenleben bestehen, wird nach Angaben des DLR auch ein Abschuss des Satelliten diskutiert.

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