Atomkonzern Areva Einsparung von 1300 Stellen in Deutschland

Abbau von Arbeitsplätzen in der Atomindustrie: Nach SPIEGEL-Informationen will der Kernkraftkonzern Areva bei seinem deutschen Ableger 1300 Stellen streichen. Auch zahlreiche Ingenieurs-Arbeitsplätze sollen betroffen sein.
Kernkraftwerk Tricastin: Atomkonzern Areva spart Stellen an deutschem Standort ein

Kernkraftwerk Tricastin: Atomkonzern Areva spart Stellen an deutschem Standort ein

Foto: PHILIPPE DESMAZES/ AFP

Acht Monate nach der Katastrophe von Fukushima werden nun auch in Deutschland Arbeitsplätze in der Atomindustrie abgebaut: Der französische Kernkraftkonzern Areva will bei seinem deutschen Ableger 1300 Stellen streichen.

Einzelheiten will die Unternehmensführung in Paris am 13. Dezember bekanntgeben. Mit dem Plan reagiert der Weltmarktführer für Nukleartechnik auf den Beschluss der Bundesregierung, acht Meiler sofort stillzulegen und bis zum Jahr 2022 ganz aus der Kernenergie auszusteigen. Seither ist der Bedarf an frischen oder wiederaufbereiteten Brennstäben drastisch zurückgegangen.

Als Reaktion wollen die Areva-Manager nun über 20 Prozent der rund 5700 Stellen am Hauptsitz in Erlangen und an weiteren Standorten einsparen, zwei von ihnen sollen ganz geschlossen werden. Von dem avisierten Jobabbau sollen auch zahlreiche Ingenieurs-Arbeitsplätze betroffen sein. Ein Areva-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

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